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5:3 für die SVG Göttingen! Eintracht Northeim im Derby erst nach der Pause stark

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Von: Marco Washausen

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Kein Tor: Der Göttinger Keeper Omar Younes klärte in dieser Szene vor dem Northeimer Alexander Knopf.
Kein Tor: Der Göttinger Keeper Omar Younes klärte in dieser Szene vor dem Northeimer Alexander Knopf. © Hubert Jelinek

Acht Tore, zwei bis zum Abpfiff unermüdlich kämpfende Mannschaften, aber leider nur 250 Zuschauer: Der FC Eintracht Northeim und die SVG Göttingen haben sich am Freitagabend am letzten Spieltag des Jahres in der Fußball-Landesliga ein sehenswertes Derby geliefert. Die Göttinger setzten sich am Ende glücklich mit 5:3 (4:2) durch.

Northeim – Vor dem Derby gab es gute Nachrichten für Eintracht. Ali Ismail, zuletzt viermal nicht eingesetzt wegen eines schwebenden Verfahrens nach Tumulten beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig, bekam vom Verband die Freigabe und war beim Duell gegen seinen Ex-Klub dabei. Auf dem Platz setzte es aber prompt den ersten Nackenschlag für die Heimelf. Bei einem Riedel-Freistoß vergaßen die Northeimer den am langen Pfosten lauernden Robin Malte Möllers, der locker einköpfte (2.). Kurz darauf traf Dilsad Kaplan die Latte. Die SVG gab den Ton an, aber auch Northeim wollte seinen Teil zu einer extrem munteren Anfangsphase beitragen. Weinhardt vergab noch knapp, kurz darauf stand es dennoch 1:1. Nach einer Billard-Einlage lag der Ball im Netz. Der Stadionsprecher benannte Fabio Danneberg als Torschützen, der Schiedsrichter notierte Amin Al Debek per Eigentor als Unglücksraben. Doch die Freude währte nur Sekunden. Eintracht verlor den Ball, Kaplan lief allein auf Tim Tautermann zu und traf (10.), nach einer Ecke war zwei Zeigerumdrehungen später Ricardo Moreno Morales völlig allein und knallte die Kugel volley zum 3:1 ins Tor (12.).

Puh! Was für eine Anfangsviertelstunde. Dachten sich wohl auch die Gäste, die merklich nachließen. Eine gute Gelegenheit für die Eintracht, zu mehr guten Szenen zu kommen. Doch vor einem möglichen Anschlusstreffer legte die SVG nach. Der Ex-Northeimer Luis Riedel setzte einen unberechtigten und lange diskutierten Freistoß aus 18 Metern perfekt neben den Pfosten - 1:4 aus Sicht der Heimelf. Das 2:4 von Marc-Yannik Grunert, der kurz vor der Halbzeit ebenfalls einen Freistoß sehenswert versenkte, hellte die Mienen der Eintracht wenigstens ein bisschen auf.

Auch nach Wiederbeginn war es die SVG, die die erste Chance hatte, doch Mattis Mühlhaus tat dem Lokalrivalen den Gefallen, am Tor vorbeizuschießen. Und nach und nach kippte die Partie nun. Ali Ismail nahm den Ball an, zog ab und brachte Stimmung ins Stadion. Nach 1:4 war Northeim wieder dran. 3:4 und noch mindestens 30 Minuten zu spielen. Nun war es die Heimelf, die kombinierte und auf den Ausgleich drängte. Allerdings vergeblich. Die letzte Möglichkeit hatte Röttger in der Nachspielzeit. Im Gegenzug konterte der Gast und kam durch Julian Kratzert zum 5:3-Endstand.

„Es hat nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen, sondern viel mehr die glücklichere. Northeim war in der zweiten Halbzeit stark und hatte sich den Ausgleich verdient“, gestand SVG-Coach Dennis Erkner ein. Northeims Trainer Philipp Weißenborn war trotz der lobenden Worte unzufrieden. „Wir müssen solche Leistungen wie in der zweiten Halbzeit auch mal über einen längeren Zeitraum und von Beginn an bringen. Das fordere ich von meinem Team. Der zweite Durchgang war gut. Aber am Ende stehen wir mit null Punkten da. Das ist es, was zählt.“

(Marco Washausen)

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