Fast keine Schwächen

Die SVG Göttingen: Das Bollwerk der Landesliga

In dieser Saison könnte es klappen: Nach zuletzt zwei dritten Plätzen peilt die SVG Göttingen um Josu de las Heras Vicuña, Florian Evers und Laurenz Strassemeyer (v. li.) in der Landesliga den Meistertitel und Aufstieg in die Oberliga an. Archivfotos: Jelinek/nh

Göttingen. Nein, eine Überraschung war der 3:0-Erfolg der SVG Göttingen am vergangenen Sonntag gegen den SC Gitter nun wahrlich nicht. Ein wenig ersatzgeschwächt machten die Schwarz-Weißen den sechsten Heimsieg in der Fußball-Landesliga perfekt, festigten durch den Erfolg über das Schlusslicht gleichzeitig den zweiten Tabellenplatz.

Dass die SVG einen höheren Sieg verpasste – Schwamm drüber. Denn auch so untermauerte das Team von Trainer Knut Nolte eindrucksvoll, dass es bei der Vergabe des Meistertitels in dieser Saison ein gewichtiges Wort mitreden will.

Vor allem deshalb, weil die Göttinger bislang fast keine Schwächen offenbarten. In den bisherigen 14 Partien gelangen zehn Siege und drei Unentschieden. Lediglich beim 0:1 am siebten Spieltag in Vorsfelde ging die SVG komplett leer aus. 30 Tore sind ein starker Wert, der zweitbeste nach Spitzenreiter FC Braunschweig Süd. Aber absolut überragend beim Tabellenzweiten ist die Defensive, die den Gegnern erst vier Treffer gestattete.

Alle 315 Minuten ein Gegentor

Knut Nolte

Im Schnitt kassieren die Schwarz-Weißen nur alle 315 Minuten einen Gegentreffer. Die Fans am Sandweg haben bei den sechs Heimsiegen überhaupt noch keinen Treffer des Gegners zu sehen bekommen. „Wir haben bei den Neuzugängen den Fokus auf die Defensive gelegt, da hatten wir zuletzt Probleme“, erklärt Fußballabteilungsleiter Thorsten Tunkel. „Das Bollwerk um Jan Hoffmann, Sebastian Gehrke, Laurenz Strassemeyer, Florian Mackes und Micha Alexander harmoniert prächtig. Das wir in der Abwehr so gut stehen würden, hätte ich aber nicht gedacht. Und wenn doch mal ein Ball durchkommt, dann fischt ihn unser 2,03 Meter großer Keeper weg“, sagt Tunkel über Torhüter Denny Cohrs, der sich in der kommenden Woche einer leichten Knieoperation unterziehen wird, zur Rückrunde aber wieder fit sein will.

Durch die anhaltende Erfolgsserie der letzten Wochen – im November gab es drei Siege ohne Gegentor – hat die SVG die Verfolger Gifhorn und Ölper um sieben Punkte distanziert. Als echtes Problem könnte sich aber der Tabellenführer FC Braunschweig Süd erweisen. Der Aufsteiger hat drei Punkte mehr auf dem Konto, aber auch zwei Spiele mehr absolviert – und gilt im Raum Braunschweig nicht gerade als beliebt. Der finanzstarke Klub, der aus dem ehemaligen Verein SV Süd hervorging, wird von Michael Scheike trainiert. Der Ex-Profi von Eintracht Braunschweig fungiert auch als Vorsitzender.

Noch zwei Heimspiele

Zum Auftakt nach der Winterpause gastiert der Tabellenführer Braunschweig am Sandweg. Bis dahin will die SVG in den beiden bis zur Winterpause noch ausstehenden Heimspielen gegen Petershütte und Neudorf/Platendorf aber noch sechs Punkte einfahren. Tunkel: „Wir wollen unbedingt spielen. Petershütte hat seit fünf Wochen nicht mehr gespielt und wir wollen unseren tollen Lauf ausnutzen. Und ob wir Meister werden oder nicht, haben wir selbst in der Hand.“

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