Fußball Landesliga

Göttinger Klubs: Kampf um den Klassenerhalt steht im Vordergrund

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Verkehrte Verhältnisse: 05-Spielertrainer Gerbi Kaplan (links) ist gegen den SVGer Janek Brandt ins Straucheln gekommen, am Ende siegten die Schwarz-Gelben im Stadtderby aber 3:1 gegen die Schwarz-Weißen. Rechts der SVG-Spanier Josu de las Heras Vicuña.  

Göttingen. „Zwischen den Jahren“ ist immer eine gute Zeit für eine Zwischenbilanz. Was gefiel, was missfiel – die fünf südniedersächsischen Klubs der Fußball-Landesliga im HNA-Überblick.

SVG Göttingen

Zufrieden kann Trainer Dennis Erkner nicht sein. „Wir sind super aus den Startlöchern gekommen und haben gedacht, dass wir oben mitspielen können. Doch dann fing die Verletzungsmisere an, sodass wir eine durchwachsene Hinrunde gespielt haben“, sagt Erkner. Gleichwohl sei die SVG der von der Liga und dem Tabellenstand beste Verein in Göttingen. „Das war und ist auch am Ende der Saison unser Ziel.“ Nach der Verletzungsmisere ging es lediglich um Schadensbegrenzung, die nur bedingt funktioniert hat. Zur Rückserie hofft Erkner, dass einige Rekonvaleszenten in den Kader zurückkehren. Zwei Neuzugänge gilt es dann zu integrieren. Vom SC Hainberg trifft Yannick Broscheit am Sandweg auf seinen alten Trainer. Broscheit hat aber noch keine Freigabe. „Wir hoffen aber auf eine einvernehmliche Lösung“, sagt SVG-Fußball-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel. Nach halbjährigem Intermezzo bei Eintracht Baunatal verpflichteten die Schwarz-Weißen den Ex-Groner Kevin Degenhardt.

SC Hainberg

„Unser Start war wegen vieler fehlenden Studenten in unserer Mannschaft etwas schleppend“, blickt Klubchef Jörg Lohse zurück. „Aber von Woche zu Woche ist es dann besser gelaufen.“ Sechs Siege, fünf Remis, sechs Niederlagen – das gab dem SCH Luft nach unten. Lohse: „Zurzeit sind wir im Soll. Nach der Winterpause müssen wir gut aus den Startlöchern kommen.“ Vorteil Hainberg: Nachdem man schon zehn Auswärtsspiele absolviert hat, folgen in der zweiten Saisonhälfte dann noch mehr Heim- als Auswärtspartien. Lohse: „Und zuhause haben wir noch kein Spiel verloren.“

Göttingen 05

Ein erfreuliches Zwischenfazit zieht 05-Spielertrainer Gerbi Kaplan. „Spielerisch sind wir besser geworden, die Teamchemie ist gut, und es läuft auch im Training besser“, fasst er zusammen. „Einen Großteil der Spiele haben wir ordentlich bestritten.“ Das Highlight der Vorrunde war natürlich das Stadtderby gegen die SVG mit rund 1200 Zuschauern im Maschpark (3:1-Sieg). Ein großes Kompliment hat Kaplan für die aus der A-Jugend aufgerückten Spieler parat, ebenso für die Neuzugänge Strzalla, Sieghan und Hillebrecht. Ein Haar in der Suppe findet Kaplan dann aber doch noch: „Wir haben fünf bis sieben Punkte zu wenig, waren auswärts mehrfach nicht richtig da.“ Über allem steht für 05 der Klasseenerhalt.

SCW Göttingen

Wie auch SVG-Trainer Erkner beklagt SCW-Coach Marc Zimmermann eine nicht enden wollende Verletzungsmisere. Am meisten hat die Weender die Verletzung ihres Kapitäns André Weide getroffen. Seine Lücke konnte nicht geschlossen werden, sodass der SCW auf einem Abstiegsplatz überwintert. „Wir sind weiter hinter unseren Erwartungen geblieben“, gesteht Zimmermann ein. Wir haben leider nicht beweisen können, dass der Kader sehr gut ist, sodass unser vorrangiges Ziel letztlich nur der Klassenerhalt sein kann.“ Der SCW kassierte die meisten Gegentore (55).

TSV Landolfshausen/Seulingen

„Wir hätten mehr Punkte haben müssen“, bedauert Trainer Ingo Müller. „Acht bis neun haben wir leichtfertig verschenkt.“ Vor allem die Heimpleiten gegen Reislingen und Lengede taten weh. Müller: „In der zweiten Saisonhälfte müssen wir Gas geben, alle müssen sich am Riemen reißen.“ Defensiv steht „La/Seu“ gut (nur 24 Gegentore), aber offensiv (nur 22 Tore) hapert es. Mit Jannik Meck als (Spieler-)Trainer für Michael Kreter, der sich zurückzog, soll es vorangehen. (gsd) 

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