SC Hainberg spielt erstmals in der Fußball-Landesliga

SC Hainberg: Jahr zum Lernen für Neuling Hainberg

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Fünf Neue für Hainberg: Trainer Dennis Erkner mit Maciek Mundkowski, Benjamin Mielenhausen, Nico Bitzer, Lukas Pampe und Vivakran Paramarajah (von links). 

Göttingen. Das hat es beim SC Hainberg noch nie gegeben: Zum ersten Mal seit der Vereinsgründung 1980 spielt die erste Fußball-Mannschaft in der Landesliga.

Mit seinem Trainerteam hat Coach Dennis Erkner den Sprung in die 6. Liga geschafft – nach zuletzt 21 Jahren in der Bezirksliga.

„Dennis hat gute Arbeit geleistet“, bekommt Erkner, der in seine dritte volle Saison und insgesamt sein viertes Jahr bei den Hainbergern geht, ein Pauschallob von seinem Klubchef Jörg („Jockel“) Lohse, der beim Klub von den Zietenterrassen seit Jahren so etwas wie die graue Eminenz und seit 18 Jahren für den Herrenfußball verantwortlich ist.

Seinem Motto, der „etwas andere Verein“ zu sein, wird der SC Hainberg besonders im finanziellen Aspekt gerecht. „Bei uns kriegt keiner Geld“, bekräftigt Lohse einmal mehr. „Erstens, weil wir es nicht wollen, und zweitens, weil wir es nicht können.“

Erkner wohnt um die Ecke

In die Landesliga gehe man jetzt „völlig ohne Druck“, sagt der Klubchef. „Wenn wir drin bleiben, ist es gut. Wenn wir wieder absteigen sollten, geht die Welt auch nicht unter.“ Coach Erkner, der sozusagen um die Ecke vom Sportplatz in Geismar wohnt, hat als Saisonziel indes einen „einstelligen Tabellenplatz“ angegeben.

„Wenn wir den Aufstieg nicht wahrgenommen hätten, hätten wir uns unglaubwürdig gemacht“, sagt Lohse weiter. „Und es wäre ein Schlag ins Gesicht vom Trainer gewesen. Aber unsere Spieler müssen jetzt auch wieder lernen zu verlieren.“

Immerhin, meint Lohse, sehe man sich auf Augenhöhe mit den anderen Göttinger Klubs wie der FC Grone oder der TSV Landolfshausen. „Wir nehmen uns nichts“, so der Klubchef. „Und wir nehmen die Herausforderung an. Es wir sicher ein heiß umkämpftes Jahr.“

An seiner Seite hat Lohse jetzt auch Hansi Kulle, der von Sparta Göttingen gekommen ist und auch ganz in der Nähe des SC-Platzes beheimatet ist. „Ich bin froh, dass mich jemand etwas entlastet“, freut sich Lohse über den Zuwachs im organisatorischen Bereich durch den langjährigen Spartaner.

Wie sieht’s nun um die Neuen aus? „Benner“ Mielenhausen ist eine „Stürmer-Kante“ vorne drin, Lukas Pampe einer der talentiertesten Sechser in der Region, Nico Bitzer ein Talent aus der Kreisliga, Maciek Mundkowski ein Jungspund mit Perspektive. Auch Vivakran Paramarajahs Klasse ist bekannt. Lohse schließt aber nicht aus, dass er sich aus Studiengründen noch verändert. Mit im Kader ist immer noch der bereits 37-jährige Andre Kaufmann, der quasi als rechte Hand von Erkner agiert.

Schweres Auftaktprogramm

Der Start in die neue Serie ist hart für den SCH: In Ölper, zuhause gegen die beiden Favoriten FT und Vahdet Braunschweig und dann das erste Derby in Weende – da wissen die Hainberger gleich, wo sie stehen.

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