Fußball-Landesliga 

Der neue SVG-Vorsitzende Würzberg: „Erkner ist der Klopp vom Leineufer“

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Immer sehr engagiert: SVG-Trainer Dennis Erkner feuert am Spielfeldrand seine Mannschaft an. 

Karl-Wilhelm Würzberg, den nur gute Freunde „Willi“ nennen dürfen, wurde vor zehn Tagen zum neuen Vorsitzenden des Fußball-Landesligaspitzenreiters SVG Göttingen gewählt. Die HNA sprach mit ihm über seine neue Funktion.

Hallo Herr Würzberg, Gratulation zur Wahl als SVG-Vorsitzender. Wie fühlt man sich als Chef der Schwarz-Weißen?

Würzberg: Sehr gut. Die SVG ist mein Verein. Das ist eine Herzensangelegenheit. Aber eigentlich fühle ich mich nicht anders als vorher.

Sie galten vor zwei Jahren schon als Nachfolger von Reinhold Napp. In einer Kampfabstimmung verloren Sie aber gegen Thomas Grüneklee. Können Sie das noch mal rekapitulieren?

Würzberg: Nein. Nur so viel: Treibende Kräfte von damals sind heute nicht mehr im Verein….. der gewählte Vorstand hat dann aber ordentlich zusammengearbeitet.

Mit Thorsten Tunkel als 2. Vorsitzenden und drei weiteren neuen Mitstreitern wurde das Führungs-Gremium völlig neu konzipiert. Was versprechen Sie sich dadurch?

Würzberg: Zu Thorsten Tunkel habe ich großes Vertrauen. Ohne ihn hätte ich das Amt nicht angetreten. Außerdem sind mit Dennis Schneider, Sven Schatz und auch Thorsten Tunkel jetzt drei jüngere Vorstandsmitglieder dabei. Das ist eine Verjüngung, die wir dringend gebraucht haben. Auch wir werden in Zukunft nur bestehen können, wenn wir uns neuen Herausforderungen stellen. Das gilt auch gerade für die Jugend, Frauen und Mädchen und unsere Darter. Mit mir und Gero Rauch sind dann zwar noch zwei etwas „ältere“ Semester an Bord, die dann aber zur hoffentlich guten Mischung beitragen. Und ehemalige Vorstandsmitglieder stehen uns ja immer noch zur Seite!

Wie sieht die wirtschaftliche Lage bei der SVG aus? Es war zu hören, dass die Verbindlichkeiten knapp halbiert wurden auf 206 000 Euro.

Würzberg: Wir sind zwar auf einem guten Weg, was wir aber als Zins und Tilgung aufwenden müssen, fehlt uns bei der Liquidität. In drei Jahren wird das schon deutlich besser aussehen!

Zum Sport: Die SVG ist als Spitzenreiter ins Jahr 2020 gegangen. Wie sieht die Perspektive für die Rückrunde aus – falls sie wegen der Corona-Krise noch ausgetragen wird.

Würzberg: Die Perspektive ist weiterhin gut. Wir sind Erster und wollen Erster bleiben. Die Spieler sind ja nicht über Winter schlechter geworden…. Ein wenig getrübt wird das Ganze nur durch die Vielzahl an Verletzten zum Rückrundenstart. Aber diese Situation wird sich durch die jetzt vierwöchige Zwangspause verbessern.

Glauben Sie, dass die Saison noch zu Ende gespielt wird?

Würzberg: Ich weiß es nicht. Eigentlich bin ich ja ein unverbesserlicher Optimist!

Vor drei Jahren ging die SVG damals noch in der Oberliga nach einer erfolgreichen Hinrunde optimistisch in die Rückrunde, verspielte aber noch alles…

Würzberg: Da hatten wir eine Gemengelage (Erkrankung von Knut Nolte, eine andere Mannschaft usw.), wie wir sie heute nicht haben.

Die SVG hat vor Kurzem mit Trainer Dennis Erkner verlängert. Beschreiben Sie ihn bitte.

Würzberg: Ich nenne ihn den „Jürgen Klopp vom Leineufer“. Er ist genauso positiv verrückt wie Klopp, genauso akribisch und ehrgeizig und lebt Fußball genau wie der Trainer des FC Liverpool! Die Erfolge kommen bei Dennis Erkner dann auch noch, glauben Sie mir!

Wie sieht es mit der Mannschaft aus? Kann man schon andeuten, wer bleibt, wer geht?

Würzberg: Nein. Dafür ist unsere sportliche Leitung zuständig. gsd Foto: SVG GÖTTINGEN/NH

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