Der neue Trainer Zekas macht einen Schnitt - Teamvorstellung Göttingen 05

Die Neuzugänge beim Landesligisten Göttingen 05: Hinten von links Trainer Arunas Zekas, Co-Trainer Phillip Portwich, Mladen Drazic, Miguel Martin Bodenbach, Jannik Psotta, Sinan Öztürk, Torwart-Trainer Oliver Pajonk, Physiotherapeut Bernd Psotta; vorn von links Maximilian Schillig, Nicolas Grupe, Finn Daube Jannis Käding, Lars Witschewatsch. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Ja, ja – die 05er! Sie werden es in der kommenden Saison sicherlich nicht ganz leicht haben. Zum ersten Mal seit langen Jahren (oder gar Jahrzehnten?) sind sie nicht die Nummer 1 der Stadt.

Ausgerechnet der nicht gerade geliebte Rivale von der anderen Seite des Leinekanals (auch SVG genannt) hat ihnen den Rang abgelaufen und spielt jetzt an ihrer Stelle in der Oberliga. Sowas kann schon am Selbstbewusstsein und Selbstverständnis nagen.
Und nun starten die Schwarz-Gelben ausgerechnet auch noch bei den anderen Schwarz-Weißen, beim Landesliga-Aufsteiger SCW Göttingen , in die neue Serie, der nach Ansicht von SCW-Coach Zimmermann seinerseits den Anspruch hat, die Nummer 2 in Göttingen zu sein. Ganz schön schwierige Fußball-Verhältnisse in der Unistadt…

Zekas will Schnitt machen

„Wir freuen uns auf die neue Saison“, sagt Jan Steiger, sportlicher Leiter bei 05 und Team-Manager bei Bezirksliga-Aufsteiger GW Hagenberg, schon fast trotzig. „Unser junges Team hat Talent, die Neuzugänge machen einen guten Eindruck.“ Derer von externen Klubs sind es sechs bei den 05ern, dazu kommen vier aus der U 19-Mannschaft, deren bisheriger Trainer Arunas Zekas nun Chefcoach des Landesliga-Teams ist. Die einfachste und billigste Lösung nach dem Trainer-Theater der vergangenen Serie mit Najeh Braham, der zu teuer wurde, und Martin Wagenknecht, dessen Nachfolge sportlich nichts mehr bewirkte?

Mag sein. „Wir wollten einen Schnitt machen“, sagte Zekas bei der Teamvorstellung ins Mikrofon vom schon kultigen, moderierenden Stadionsprecher Hubert („Hubi“) Müller-Böker. „Wir haben einige erfahrene Spieler dabei, beginnen aber neu. Wir haben ein bisschen Zeit. Mein Ziel ist, nicht abzusteigen, kein Futter für die Gegner zu sein. Wenn die Zeit kommt aufzusteigen, nehmen wir das an.“

Viele Spieler von 05 sehen die Saison-Prognose ganz anders. Nämlich viel besser, höher, erfolgreicher. „Erster bis vierter Platz“, sagt Robin Windel, der zusammen mit Clemens Zöllner das Torwart-Gespann bildet und selbst die „96“ auf dem Rücken trägt, weil er acht Jahre lang eine Dauerkarte in Hannover hatte – jetzt aber nicht mehr (weil enttäuscht). „Erster werden“, sagte Marko Akcay. „Die junge Truppe ist hungrig“, meinte Rekonvaleszent Philipp Bruns, der letzte Saison fast komplett ausfiel. „Aufstieg – ganz klar!“, legte sich Mazlum Dogan fest. Oha! Große Worte!

Über den Teamgeist kommen

05-Präsident Jens Handkammer erhofft sich „Siege und Spaß“ und einen „einstelligen guten Mittelfeldplatz. Oben anzugreifen ist aber nicht verboten. Wir müssen über den Teamgeist kommen.“ Managen müssen 05 und Zekas in der Vorbereitung nicht nur die Formation des neuen Teams, sondern auch die Trainingssituation. „Wir haben ein Platz-Problem in der Vorbereitung“, sagt Handkammer, denn die Laufbahn im Maschpark wird saniert, da ist es mit dem Üben schlecht. Apropos: Beim ersten Training gab es sogleich den ersten Verletzten: Neuzugang Maxi Schillig kugelte sich den Arm aus, musste ins Krankenhaus. Ist das ein Omen?

Auf alle Fälle geht’s Dienstag im „Derby-Cup“ erstmal gegen die SVG. Jan Steiger, für den Vorsfelde, FC Braunschweig Süd, Ölper und Gifhorn die Favoriten sind: „Wenn wir am Dienstag um 20.45 Uhr den Cup hochhalten können, ist der Abstieg schon fast wieder vergessen.“ Na, denn! (gsd)

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