Fußball-Landesliga: Neuer Trainer löst TSV-Urgestein Ingo Müller nach sieben Jahren ab

Schade für TSV Landolfshausen

Freundlicher Blick in die Kamera: Die Neuzugänge von Fußball-Landesligist TSV Landolfshausen mit (von links) Yannick Höppner, Henning Neuhaus, Robert Strüber, Trainer Yannick Schade, Benny Duell und Christoph Baumann. Foto: Jelinek/gsd

Landolfshausen. Könnte man diese Überschrift missverstehen? Vielleicht. Aber für den TSV Landolfshausen ist es auf keinen Fall schade, dass der neue Trainer jetzt Yannick Schade heißt.

Der Mann aus Buxtehude dürfte mit Sicherheit der jüngste Coach in der Fußball-Landesliga sein, in der der TSV auch weiterhin spielt, nachdem er sich noch auf der Zielgeraden der ersten Serie in der 6. Liga vorm Abstieg rettete.

„Es ist auch mein erster Job im Herrenbereich“, erklärt der Student (siebtes Semester Sport, Psychologie, Politik), der an seinen neuen Fußball-Job doch etwas anders herangeht als „herkömmliche“ Trainer, und nun Landolfshausens Urgestein Ingo Müller nach sieben Jahren beim TSV ablöst. Natürlich bleibt auch in der kommenden Saison das vorrangige Ziel allein der Klassenerhalt des Klubs von der „wilden Wiese“, wie Schade den für viele Auswärtsteams gewöhnungsbedürftigen kleinen Platz neben einer Kuhweide bezeichnet. „Wir sind das größte Dorf in der Landesliga“, kultiviert auch Schade den etwas anderen Status dieses Vereins.

Harte Vorbereitung

Schade verweist auf ein „intensives Programm“, das seinem neuen Team bevorsteht. „Wir werden inclusive der ersten fünf Pflichtspiele 50 Trainingseinheiten absolvieren.“ Allerdings variiert er dabei ständig. Schwimmen, Boxen, Tennis, Leichtathletik und Basketball – Schade möchte andere Trainingsreize setzen und auch den Spaßfaktor nicht zu kurz kommen lassen. „Wir müssen Normen und Werte entwickeln, uns insgesamt weiterentwickeln. Ich möchte leistungsmäßig mit einem Plus dastehen.“

„Die Theorie hat mich immer mehr interessiert als die Praxis“, erklärt Schade, der den TSV als „sehr soziales Team“ bezeichnet: „Alle mögen sich.“. Nach wie vor hat er einen Beratungsjob beim FC St. Pauli, Erfahrungen sammelte der Zopfträger zudem beim 1. FC Köln und auch bei englischen und spanischen Klubs. Von überall nahm Schade etwas mit, holte sich Anregungen, andere Impulse, neue Ideen. Trotz seiner erst 26 Lebensjahre geht der neue TSV-Coach bereits in sein 13. Trainerjahr – ziemlich ungewöhnlich.

So wird sein Premieren-Engagement bei einem Herrenteam auch für ihn zu einem Lernprozess. „Diese Mannschaft wird meine Visitenkarte“, sagt Schade, der noch ein ganz spezielles Problem zu lösen hat. Im neuen TSV-Team gibt es neben ihm noch drei weitere „Yannicks“. Bis zum Start gegen Wolfenbüttel wird sich das sicher geklärt haben. (gsd/nh)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.