Fußball: Forsches Bekenntnis des Aufsteigers

Team-Vorstellung SCW Göttingen

Die Neuzugänge des SCW Göttingen: V.l. Co-Trainer Ansgar Luchte, Ravindran Ladushan, Philipp Sudek, Steffen Claaßen, Tom Fischer, Trainer Marc Zimmermann. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Zwei Wochen durchgefeiert, erst in Göttingen, dann noch auf „Malle“ – beim SCW Göttingen war nach dem Aufstieg in die Landesliga mächtig was los.

Inzwischen ist wieder Normalität eingekehrt. Trainer Marc Zimmermann hat sein Team am vergangenen Freitag zum ersten Training samt Präsentationstermin gebeten.
Was beim Studium der Spielerliste sofort auffällt, ist, dass dort bislang nur 18 Akteure zu finden sind. „Das ist natürlich zu wenig“, sagt Zimmermann. „Auf zwei Positionen wollen wir uns noch verstärken. Mehr Etat ist nicht da.“

„Wir haben derbe Abgänge“, fährt der Weender Coach fort. „Gefühlt ist der ganze Mannschaftsrat weg. Das ist menschlich sehr schade.“ In der Tat stehen vor allem mit Lennart Garve und Ansgar Luchte zwei wichtige Innenverteidiger nicht mehr zur Verfügung. Auch die Abgänge von Torwart Stefan Schwörer, Lukas Eiffert, Tom Hampel und Christoph Blum tun weh.

Mit bislang nur vier Neuzugängen ist die „Blutauffrischung“ beim SCW eher recht dünn. Steffen Claaßen aus Lüneburg ist ein Kandidat für die Defensive, in der Andre Weide und Maximilian Psotta das Abwehrzentrum bilden. Neuzugang Philipp Sudek ist neben Alexander Krueger im Tor vorgesehen, Tom Fischer und Ladushan Ravindran, dessen Vater aus Ceylon stammt, fürs Mittelfeld.

Start gegen Nachbar 05

Trotz dieser (noch) personellen Unvollkommenheit formuliert Coach Zimmermann vollmundig folgenden Satz: „Wir sind die Nummer zwei in Göttingen hinter der SVG!“ Er meint dies auf die Herrenfußball-Abteilung bezogen. Weendes „Zweite“ war ebenfalls in die Kreisliga aufgestiegen; derart hoch vertreten ist kein anderer Göttinger Klub.

Trotz allem: „Die Landesliga ist eine reizvolle Aufgabe, wir freuen uns riesig drauf“, verbreitet Zimmermann Begeisterung für die Zukunft. Doch auch er weiß, dass es Aufsteiger immer schwer haben, nachdem man vergangene Saison noch „gute Quantität und Qualität“ und als Meister letztlich 13 Punkte Vorsprung vorm Zweiten hatte. Bis auf Landolfshausen stiegen die meisten aus dem Göttinger Beritt gleich wieder ab.

Mit einem Knüller geht gleich die Saison los. Weende erwartet Oberliga-Absteiger 05. Die Partie wird wohl auf den Samstag /15. August) vorgezogen. „Dieses Spiel ist unsere Einnahmequelle schlechthin“, sagt Zimmermann, „denn wer will schon unser Spiel gegen den VfL Salder im November auf Kunstrasen sehen?“

Einer, der es beim SCW eigentlich wissen muss, ist Dieter Meier. „In der Mannschaft sind prima Jungs.“ Der ehemalige Vorsitzende, dessen Frau Carmen (Tochter vom verstorbenen SCW-Urgestein Werner Freyberg) inzwischen den Klub als Vorsitzende und Nachfolgerin des abgewählten Werner Schicktanz führt, erhofft „einen einstelligen Tabellenplatz. Aber das wird schwer!“ Gelänge er, würde er, so Coach Zimmermann, gefeiert wie der Anfang Juni gelungene Aufstieg. Manche SCW-Aufstiegshelden sollen davon immer noch Kopfschmerzen haben. (haz/gsd)

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