Fußball-Landesliga

SVG Göttingen quält sich zum Derbysieg gegen Landolfshausen/Seulingen

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Gäste-Power: Landolfshausenes Marian Be cker (rechts) setzt sich an der Auslinie gegen den SVGer Ali Ismail durch. 

Die SVG Göttingen „quälte“ sich im Kreisderby gegen den TSV Landolfshausen/Seulingen zu einem 4:2 (3:2)-Sieg. Gleichwohl gestand TSV-Trainer Marco Wehr der SVG zu, dass sie „unter dem Strich verdient gewonnen hat“.

Erst vor vier Wochen hatten die Schwarz-Weißen das Hinspiel souverän in Seulingen mit 5:2 gewonnen. Und es sah nach drei Minuten so aus, als könne die SVG diese überzeugende Leistung wiederholen. Denn in der dritten Minute hatte ihr Kapitän Florian Evers mit einem direkten Freistoß über die TSV-Abwehrmauer hinweg aus 17 Metern die Führung erzielt. Doch nur zwei Minuten benötigten die Gäste, um durch Patrick Kraus, dem nach einem Eckball das Leder vor die Füße fiel und er aus sechs Metern einnetzen konnte, das 1:1 zu erzielen.

„Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt“, bestätigte Trainer Dennis Erkner seinem Team eine Leistung, mit der es bis zur 42. Minute auf 3:1 erhöhen konnte. Zweifacher Torschütze dabei Lamine Diop, der das 2:1 in der 31. Minute aus halblinker Position erzielte und nur zwei Minuten später mit dem Kopf zur Stelle war, als TSV-Keeper Joachim Hagemann einen Schuss nur abklatschen konnte und Diop ganz schnell reagierte. Es war der 15. Treffer des SVG-Stürmers. Die Gäste konnten nach einem schweren Lapsus in der SVG-Defensive kurz vor der Pause durch Steven Celik mit seinem zehnten Saisontor verkürzen.

Nach dem Wechsel wurde es in der 57. Minute hektisch, als sich Patrick Kraus zu einem Revanchefoul hinreißen ließ, dass Schiedsrichter Alexander Rosenhagen aber als Tätlichkeit wertete und den TSV-Torjäger mit Rot vom Platz stellte. Es schien, als wenn durch diesen Platzverweis die Landolfshäuser aufgewacht seien, hingegen die SVG plötzlich ungemein gehemmt agierte. „Wir führen 3:2 und bekommen plötzlich Angst, das Spiel verlieren zu können“, so Erkner über das Ballgeschiebe seiner Mannschaft. Für Erkner sei dies ein Kopfproblem seiner Spieler, die durch Diop und den eingewechselten Dennis Moschanin in der Nachspielzeit beide Male den Außenpfosten trafen, ehe Josu de las Heras Vicuña den Deckel mit dem 4:2 draufmachte.

„Bei den drei Gegentoren haben wir uns taktisch nicht gut verhalten, aber daraus werden wir lernen. Wir haben uns aber in der zweiten Halbzeit gut präsentiert“, war Wehr mit der Leistung seiner Mannschaft durchaus zufrieden. Immerhin hatten die 200 Zuschauer am Sandweg sechs Tore gesehen. Für den TSV dürfte diese Niederlage aber kein Beinbruch sein, der Klassenerhalt geschafft sein.

Tore: 1:0 Evers (3.), 1:1 Kraus (5.). 2:1 Diop (31.), 3:1 Diop (33.), 3:2 Celik (42.), 4:2 de las Heras Vicuña (90. + 4).  gsd

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