Fußball-Landesliga

Turgay lässt Göttingen 05 auf dem Hainberg jubeln

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Zwei Freistoß-Chancen: Hainbergs Alexander Kern (am Ball vor dem 05er Jannis Wenzel/links) hatte bei zwei Tormöglichkeiten kein Glück. 

Göttingen – Nach dem Schlusspfiff stürmte selbst Steffen Witte auf die begeistert 50 feiernden 05-Fans zu. Die Freude über den 1:0-Auswärtssieg beim SC Hainberg konnte auch der Trainer der Schwarz-Gelben nicht verbergen. Mit dem dritten Auswärtssieg in der noch jungen Saison haben sich die 05er nach den vergangenen Negativ-Erlebnissen zurückgemeldet und nach Punkten (jetzt jeweils zehn) zum Stadtrivalen von den Zietenterrassen aufgeschlossen.

„Ich hatte meiner Mannschaft den Sieg schon zugetraut“, lächelte Witte nach dem Abpfiff, während die 05-Anhänger gar nicht aufhören wollten zu singen. „Unsere Konsequenz in der Verteidigung war entscheidend“, meinte Witte weiter. „Wir haben wirklich mit letztem Willen verteidigt.“

Mit vollem Einsatz hatte der aus Northeim stammende Zeidan Turgay nach nur 18 Minuten für das Tor des Tages am Samstag gesorgt. Es war aber ein halbes Geschenk der Hainberger: Torwart Stankovic hatte nach rechts abgeworfen, wo sich Turgay den Ball erkämpfte und mit einem Flachschuss unten links traf.

In dieser Phase hatte 05 das Kommando in diesem Derby übernommen, nachdem die Hainberger den besseren Start erwischt hatten. Nach 20 Sekunden tauchte Torjäger Niclas Pfitzner vor 05-Keeper Jannis Ernst auf, vergab aber ebenso wie nicht einmal zwei Minuten später der von 05 auf den Hainberg gekommene Mladen Drazic mit einem Flachschuss knapp links vorbei. Zwar hatten Joschka Bettermann (21.) und Alexander Kern mit zwei Freistößen (36., 45.) noch drei Tormöglichkeiten, doch insgesamt war es offensiv viel zu wenig, was der SC zeigte. „Wir waren nicht zwingend genug im Abschluss“, fand Hainbergs Co-Trainer Lars Willmann, der Cheftrainer Lukas Zekas (als Chefscout bei der litauischen Nationalmannschaft im EM-Qualifikationsspiel gegen die Ukraine) vertrat. „Nur bis zum Strafraum haben wir gut gespielt. Und durch ein Geschenk sind wir in Rückstand geraten.“

Uns hat die Durchschlagskraft nach vorn gefehlt

Hainbergs Klubchef Jörg Lohse

„Ein zerfahrenes Spiel geprägt von vielen Fehlpässen“, konstatierte Hainbergs Klubchef Jörg Lohse. „05 hat den einen Fehler genutzt, uns hat die Durchschlagskraft nach vorn gefehlt.“ Stimmt vollkommen, denn nach der Pause war auf SC-Seite keine echte Chance mehr zu notieren.

Die 05er (ohne die verletzten Moritz Bartels und Noah Tacke) hatte zumindest noch eine, als der kleine Mehdi Mohebieh durch war und den Ball aber knapp rechts auf Hainberger Tor vorbei schob – diese „Bude“ musste er einfach machen! Fazit: Ein Stadtduell vor 350 Zuschauern, das nicht hielt, was es versprach. Für 05 war der Sieg aber enorm wichtig.

Tor:0:1 Turgay (18.). gsd

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