Fußball: Am Mittwoch im Achtelfinale bei TuSpo Petershütte / Trainer Steiger stellt das Team um

Unruhe bei 05 vorm Bezirkspokal-Auftritt

Geradezu symbolhaft: Mittelfeld-Renner Mazlum Dogan liegt am Boden, kann die Niederlage gegen Lupo II nicht fassen. Nach sechs Spielen ist 05 in der Landesliga immer noch sieglos. Foto: zje/gsd

Was ist nur mit Göttingen 05 los? Der Ex-Oberligist wartet nach der demoralisierenden 2:4-Pleite nach 2:0-Führung gegen Lupo Martini Wolfsburg II und bisher sechs Spielen in der Fußball-Landesliga immer noch auf den ersten Sieg.

Drei Remis, drei Niederlagen – das ist die dünne Ausbeute des Tabellenletzten bisher. „Damit sind wir nicht zufrieden, das hatten wir uns anders vorgestellt“, sagt 05-Trainer Jan Steiger. Viel Zeit, lange über die erste, neue Krise zu sinnieren, hat 05 aber nicht, denn am Mittwoch (19 Uhr) steht schon das nächste Spiel auf dem Programm: Im Bezirkspokal-Achtelfinale geht es zu Tuspo Petershütte, das 05-Konkurrent Grone mit 3:1 rauswarf.

Enttäuschung „wegspielen“

„Nur Vorsfelde war bisher zu stark für uns. In den weiteren Spielen waren wir nah dran“, sagt Steiger. Aber immer wieder machen Abwehrfehler und die Abschlussschwäche Vieles kaputt. Insofern sei der Pokal jetzt „ganz angenehm“, so Steiger. So kann man vielleicht am besten über die Enttäuschung vom Sonntag hinwegkommen. Steiger: „Die zweite Halbzeit war desaströs, das reden wir nicht schön.“

Steiger kündigt in Petershütte eine „leichte Rotation“ an. Spieler, die bisher wenig oder gar nicht zum Einsatz kamen, sollen eine Chance erhalten. Dazu zählen Käding, Paramarajah, König, Drazic und Andrecht. „Wir haben einen großen Kader. So soll es auch nicht zu viele Unzufriedene geben“, begründet der 05-Trainer.

05 war wie zehn(!) andere Klubs durch ein Freilos ins Achtelfinale gekommen. Gewinnen die Göttinger in Petershütte, scheint es nicht ausgeschlossen, dass sie im Viertelfinale auf das dann wohl letzte Team aus der Region treffen. Im zweiten südniedersächsischen Pokal-Duell stehen sich am kommenden Mittwoch der Bovender SV und der TSV Sudheim (beides Bezirksliga-Aufsteiger) gegenüber. Um Meisterschaftspunkte gab es kürzlich einen 5:0-Sieg der Sudheimer in Bovenden.

Nach der sonntäglichen 2:4-Pleite gegen Lupo Martini Wolfsburg II meldete der südniedersächsische „Fußball-Buschfunk“, dass es bei den 05ern mächtig gekracht haben soll. „Nö, kann ich nicht bestätigen“, schwächt Steiger ab. „In der Halbzeit war es lauter.“ Da führte 05 noch 2:0. Hinterher seien die meisten ruhig und niedergeschlagen gewesen.

Spieler angeblich sauer

Gleichwohl sollen sich einige Spieler nach dieser Partie über die Aus- und Einwechslungen eher lautstark mokiert haben. Steiger habe zu defensiv eingewechselt, so dass nach vorn kaum noch Entlastung möglich war. Der 05-Coach hatte zehn Minuten vor dem Schlusspfiff Nico Grimaldi, der aufgrund seiner beruflichen Belastung nicht alle Trainingseinheiten mitmachen kann, für die einzige Sturmspitze Grzegorz Podolczak gebracht, was indes, wie bekannt, völlig nach hinten losging. Die Wolfsburger konnten so aus einem 1:2-Rückstand noch in den letzten acht Minuten plus Nachspielzeit das Spiel zu ihren Gunsten auf 4:2 drehen. (gsd)

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