Fußball-Landesliga: SVG Göttingen im Liga-Endspurt in Bestbesetzung / Torhüter Denny Cohrs wieder dabei

„Wir wollen unbedingt aufsteigen“

Göttingen. Nein, von dritten Plätzen haben sie bei der SVG Göttingen genug. Nach dreimal Bronze in Folge träumen die schwarz-weißen Landesliga-Fußballer in dieser Saison von Gold – was in der sechsthöchsten deutschen Spielklasse gleichbedeutend mit dem Aufstieg in die Oberliga wäre. Und genau den will der aktuelle Tabellenzweite in den verbleibenden sieben Partien klarmachen, wie SVG-Trainer Knut Nolte betont. „Wir wollen unbedingt aufsteigen. Aber schenken wird uns in den letzten Partien niemand etwas.“

Zwei Heimpleiten in Folge

Fünf Heimspiele und zwei Auswärtspartien muss die SVG noch bestreiten. Und dabei einen Drei-Punkte-Rückstand auf den SSV Vorsfelde aufholen, der aber auch schon drei Partien mehr bestritten hat. Eigentlich beste Voraussetzungen für die SVG, wenn da nicht die beiden letzten Heimpartien wären. Erst gab es gegen den aktuellen Spitzenreiter Vorsfelde eine 0:1-Pleite und vor knapp zwei Wochen vergeigte der Meister der Winterpause dann beim 2:3 gegen Hillerse. Doch von einer Heimschwäche, gar einem Heimkomplex im Saisonendspurt, will Nolte nichts wissen. „Das waren zwei Partien, in denen wir spielbestimmend waren und die besseren Chancen hatten. Mit Heimschwäche hat das nichts zu tun.“

Unstrittig dagegen, dass die SVG nicht so souverän wie in der Vorrunde agiert. „Spielerisch sind wir noch nicht so stark wie in der Vorrunde. Vor allem über die Außen haben wir Nachholbedarf“, sagt der Coach.

Verlassen kann er sich aber weiter auf eine sattelfeste Abwehr um die Innenverteidiger Sebastian Gehrke und Jan Hoffmann. Erst zwölf Gegentore in 23 Partien sind Ligabestwert. Und auf eine starke Offensive. Mit Florian Evers (zuletzt zwei Mal in Folge Landesliga-Torschützenkönig), Neuzugang Ali Ismail und Josu de las Heras Vicuña haben drei Spieler zehn Treffer erzielt, Jannik Psotta traf acht Mal. „Das macht uns schwierig ausrechenbar“, sagt Nolte.

Wichtig ist aber auch die Tatsache, dass die SVG den Endspurt in Bestbesetzung antreten kann. Nur Erdem Kazan pausiert noch. Im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) gegen den TSC Vahdet Braunschweig kehrt Denny Cohrs nach überstandenen Rückenproblemen zwischen die Pfosten zurück. Die Nummer eins der SVG wurde in den vergangenen vier Partie von seinem Bruder Marcel vertreten.

Das Restprogramm seiner Mannschaft bezeichnet Nolte als „knackig“. Weshalb der 56 Jahre alte Coach volle Konzentration von allen Beteiligten einfordert. „Wir müssen uns vor jedem Spiel vor Augen führen, dass wir jetzt die große Chance zum Aufstieg haben.“ Am kommenden Samstag kann der Tabellenzweite aber erst einmal gemütlich das Spitzenspiel zwischen dem Dritten FC Braunschweig Süd (46 Punkte) und Vorsfelde (52 Punkte) verfolgen. „Ein Unentschieden wäre ganz gut“, betont der Coach, um schnell zu ergänzen: „Es liegt nur an uns, ob wir aufsteigen oder nicht.“

Von Ralf Walle

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