Samstags-Interview: Enes Glogic und Thomas Müller vor dem Start der Fußball-Hessenliga

Gehen die Herausforderung offensiv an: Thomas Müller (links), Neuzugang des FSC Lohfelden und Enes Glogic, der nach drei Jahren vom FSC nach Vellmar zurückkehrte. Foto: Streuff

Kassel. Der eine ging vom FSC Lohfelden zum OSC Vellmar, der andere den entgegengesetzten Weg. Grund genug, zum Auftakt der Fußball-Hessenliga bei Enes Glogic und Thomas Müller nachzufragen.

Glogic und der OSC erwarten am heutigen Samstag ab 15 Uhr auf dem Sportplatz am Schwimmbad den SV Wiesbaden, Müller erwartet zur gleichen Zeit im Nordhessenstadion Viktoria Griesheim.

Es geht die Fußball-Hessenliga wieder los. Schauen Sie am Samstagabend auch etwas neidisch auf das Derby von Fulda gegen Lehnerz?

Thomas Müller: Was die Zuschauerzahlen angeht, ganz bestimmt. So etwas erleben wir hier nicht.

Enes Glogic: Schade, dass man es nicht hinbekommt, auch uns mit einem Derby beginnen zu lassen. Zwischen Alzenau und Seligenstadt geht es schließlich auch. Das könnte in dieser Region einen Boom auslösen.

Mit einem Nachbarschaftsduell müssen Sie sich noch ein paar Wochen gedulden.

Müller: Der Abstand passt eigentlich recht gut. Bis dahin sind die Mannschaften wenigstens richtig eingespielt.

Glogic: Bei unserem harten Auftaktprogramm, unter anderem mit zwei Spielen gegen Wiesbaden, kommt es uns gelegen, dass wir bis zum Derby am 5. September gegen Lohfelden noch etwas Zeit und davor ein spielfreies Wochenende haben.

Wie sehr brennen Sie auf den Start in die Serie?

Müller: Ich freue mich sehr darauf. Nach neun Jahren in Vellmar ist Lohfelden mit anderen Strukturen und anderen Bedingungen etwas ganz Neues für mich.

Glogic: Die Mannschaft und ich, wir sind richtig heiß. Zumal ich hier auch vom Umfeld sehr gut empfangen wurde. Bei meiner Vorstellung haben die Zuschauer sogar geklatscht.

Wie gut harmonieren Ihre Teams bereits?

Müller: Bei 31 Mann im Kader war ich zunächst skeptisch. Aber allmählich haben wir zusammengefunden.

Glogic: Nach unseren Tests ist das schwer zu beurteilen. Zuletzt gegen Sand hat es in der zweiten Halbzeit gut geklappt, da haben wir uns fünf, sechs gute Chancen herausgespielt. Immerhin konnten wir mehrere Positionen eins zu eins ersetzen. Mit vielen der Jungs habe ich ja schon beim OSC zusammen gespielt, mit Linor Demaj und Enis Salkovic die letzten Jahre in Lohfelden. Mit anderen in Vellmar, wie etwa Nasuf Zukorlic, hat das Verständnis auf Anhieb gepasst.

Ist der OSC denn noch der Gleiche, den Sie vor drei Jahren verlassen haben?

Glogic: Nein, dort geht jetzt alles einen Tick professioneller zu. Man muss sich als Spieler um weniger kümmern wie zum Beispiel um das Waschen der Trainingsbekleidung. Und es gibt eine eigene Kabine mit Waschraum für die erste Mannschaft. Sonst ist vieles gleich, nur die Urgesteine Rudi Hochheimer und Kai Thöne sind nicht mehr dabei.

Sie gelten beide nicht als Wandervögel. Wie schwer fiel oder fällt Ihnen die Eingewöhnung?

Müller: Die Region ist klein, man kennt sich untereinander. Daher ging es flott.

Glogic: Ich hatte immer Freunde und Bekannte hier. Viele meinten, ich sei nach Hause zurückgekehrt.

Ist dies vielleicht schon die letzte Station ihrer fußballerischen Laufbahn?

Glogic: Man weiß nie, was passiert. Alles hängt auch von beruflichen oder familiären Veränderungen ab.

Müller: Ich würde es mir wünschen. Aber Fußball ist ein kurzlebiges Geschäft.

Ihre neuen Klubs verknüpfen hohe Erwartungen mit Ihren Verpflichtungen. Wieviel Druck lastet auf Ihren Schultern?

Glogic: Ohne Druck geht es nicht. Ich brauche außerdem Spannung und Aggressivität, die gerade daraus entstehen.

Müller: Der Druck ist mir egal. Er ist normal, wenn man von mir Tore erwartet. Ich setze mir aber keine bestimmte Zahl von Treffern als Ziel, sondern will möglichst viele Einsätze bekommen.

Was wünschen Sie Ihrem Ex-Klub für die Zukunft?

Müller: Nur das Beste. Dass sie jedes Spiel gewinnen, mit Ausnahme der Duelle gegen uns, und verletzungsfrei bleiben.

Glogic: Dass sie Griesheim schlagen. Ich bin überzeugt, sie schaffen das mit zwei, drei Toren Unterschied.

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