SG-Coach Hauer kann mit unerfahrener Elf nur in Defensive überzeugen

FCS macht’s diesmal besser

Eng am Mann: Neuental/Jesbergs Steffen Schmitt (rechts) im Duell mit Schwalmstadts Peter Liebermann. Foto: Kasiewicz

Treysa. Mit dem Nutzen von Vorlagen ist das bei den Fußballern des 1. FC Schwalmstadt so eine Sache – und zwar in doppelter Hinsicht. Denn nicht nur, dass die ambitionierte Verbandsliga-Elf von Trainer Christoph Keim oft zu wenig Kapital aus ihren Möglichkeiten schlägt, sie verpasst auch gerne mal die Chance, aus Spielausfällen oder etwaigen Patzern der Mit-Konkurrenten im Kampf um die Tabellenspitze Profit zu ziehen. Nicht so an diesem Wochenende: Während die Partien vom BC Sport Kassel, SSV Sand sowie TSV Lehnerz II abgesagt wurden und der FSV Dörnberg (0:4 bei Hessen Kassel II) verlor, gelang dem FCS im Derby gegen die SG Neuental/Jesberg ein 3:0-Heimerfolg, der ihm den Platz an der Sonne einbrachte.

Was aus Sicht des Doppel-Torschützen Patrick Herpe, zweimal gut in Szene gesetzt, allenfalls eine untergeordnete Rolle bei ihren Gedanken an das Nachbarschaftsduell spielte: „Das ist nicht mehr als eine Momentaufnahme. Wichtig ist, dass wir am Ende ganz vorn stehen.“ Zumindest gefreut haben sich er und seine Kollegen darüber, dass bei ihrem Auftritt auf Kunstrasen in Treysa vieles besser war als zuletzt bei der unerwarteten und unnötigen 1:2-Pleite in Melsungen. Speziell in der ersten Halbzeit war vieles sehenswert – angefangen bei Ballgewinnen in der eigenen Hälfte, die zu schnellen Vorstößen verwertet wurden. Dass mancher vielversprechender Steilpass – wie etwa der von Peter Liebermann auf Serkan Erdem (18.) – nicht unter Kontrolle gebracht und zu einem Abschluss verarbeitet werden konnte, war der einzige Makel.

Wenn überhaupt, dann gaben etliche Unkonzentriertheiten der Schwälmer im zweiten Abschnitt Anlass zur Sorge: Versprang hier der Ball, wurde er da leichtfertig dem Gegner in den Fuß gespielt. Der aber weder das eine noch das andere in Zählbares ummünzen konnte und sich lediglich dadurch auszeichnete, dass er eine vielbeinige Abwehr stellte und nicht viele Gelegenheiten des Favoriten zu ließ.

„Torchancen hatten wir praktisch nicht“, resümierte SG-Coach Harald Hauer, „aber ein schlechtes Spiel war es von uns nicht.“ Klar, er hatte bittere Ausfälle zu verkraften und war somit gezwungen, mit Tim Kleinmann, Fabian Steffens, Steffen Schmitt und Florian George vier Leute aufzubieten, die in der Vorsaison noch in der A-Liga beheimatet waren.

In der Tabelle wuchs der Rückstand der Kellerwalder zum TSV/FC Korbach, der mit einem 4:2 gegen Steinbach Boden gut gemacht hatte. Nächsten Samstag können die Hauer-Schützlinge allerdings wieder in einer Begegnung etwas holen, in der die Punkte quasi doppelt zählen: im anderen Kreis-Vergleich mit dem Melsunger FV. (bjm)

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