Fußball-Kreisliga A 1 HEF-ROF

Martin Köthe wird Sandro Mohrs Nachfolger

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Sandro Mohr geht...

Die Fußballer der SG Rotenburg/Lispenhausen werden in der nächsten Saison von Martin Köthe trainiert. Der Vertrag des bisherigen Coches Sandro Mohr läuft damit am 30. Juni aus.

VON THOMAS WALGER

„Das liegt in beiderseitigem Interesse“, sagt Sandro Mohr, „wenn wir den Aufstieg in die Kreisoberliga nicht geschafft hätten, hätte ich sowieso Schluss gemacht. Das habe ich schon im November angekündigt.“

Den bisherigen Saisonverlauf in der Kreisliga A 1 bezeichnet Sandro Mohr als enttäuschend. „Wir alle haben uns mehr erwartet, ich auch.“ Derzeit ist die anfangs hoch gehandelte SG Rotenburg/Lispenhausen nur Vierter der Tabelle, satte 15 Punkte hinter dem designierten Meister SG Neuenstein.

Rang zwei, der eigentlich zur Teilnahme an der Relegtion zur Kreisoberliga berechtigt, liegt allerdings nur fünf Zähler entfernt. Den hat die SG Gudegrund/Konnefeld inne. Dritter ist die SG Cornberg/Rockensüß.

Doch momentan weiß niemand, ob die Saison überhaupt regulär beendet werden kann, ob es Relegationen und ob es Auf- oder Absteiger geben wird.

Wird die Punkterunde fortgesetzt, dann bei der SG Rotenburg/Lispenhausen mit Sandro Mohr an der Seitenlinie - zur Not auch über den 30. Juni hinaus, sagt er. „Der zweite Platz wäre ja noch erreichbar, „zumal ich den Eindruck habe, dass inzwischen alle meine Spieler begriffen haben, dass man mit Schönspielerei alleine in der Kreisliga A nicht Meister werden kann“.

Sandro Mohr betont, dass ihm die Arbeit bei der SG Spaß gemacht habe. „Mit der Masse der Leute verbindet mich ein sehr gutes Verhältnis. Wir trennen uns im Guten.“ Als Grundproblem sieht er, dass einige Spieler die Mission Wiederaufstieg unterschätzt hätten.

„Sie haben schon direkt nach dem Abstieg darüber diskutiert, mit wie vielen Punken Vorsprung wir Meister werden“, erzählt der Coach. Doch sie hätten erkennen müssen, dass die Gegner sich gegen einen Top-Favoriten besonders ins Zeug legen, gerade in den Altkreis-Derbys.

Für Sandro Mohr ist es selbstverständlich, eine ordentliche Übergabe an seinen Nachfolger zu organisieren. Kontakt besteht bereits. Martin Köthe hat Sandro Mohr bereits angerufen. „Das war mir ganz wichtig“, sagt der ehemalige Stürmer, der früher auch einmal beim SV Rotenburg gespielt hat.

„Von daher kenne ich den Verein, auch wenn die SG mit Lispenhausen für mich Neuland ist“, sagt Martin Köthe, der seinen Amtsantritt schon vorbereitet. Auch wenn man nicht wisse, wann es wieder losgehe, sei es doch wichtig, schon einmal mit Spielern zu sprechen – mit denen, die jetzt schon das SG-Trikot tragen, und mit potenziellen Neuzugängen.

Und auch die Spielklasse ist ja noch offen. Momentan sieht es nach einem weiteren Jahr in der A-Liga aus. „Das hätte den Vorteil, dass man alles mit mehr Ruhe aufbauen kann“, sagt Martin Köthe, der zuvor als Coach die SG Heinebach/Osterbach in die Kreisoberliga geführt und dort gehalten hat. Am 19. Oktober des vergangenen Jahres trat er zurück.

Auch Sandro Mohr wird dem Fußball nach der Corona-Pandemie erhalten bleiben. „Nach einem neuen Verein schaue ich mich aber nicht um“, sagt er. Er arbeitet nicht nur beim Projekt DFB-Mobil mit, sondern auch schon längere Zeit mit Ex-Weltmeister Guido Buchwald in dessen Fußballschule. Mit dieser würden rund 20 Termine pro Jahr anfallen, berichtet Sandro Mohr. Das sei nicht immer leicht mit den Aufgaben eines Klubtrainers zu vereinbaren gewesen.

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