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TuSpo als Ecken-Schreck: 4:2-Derbysieg in Goddelsheim

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Kopfballtraube: TuSpo-Torschütze Sven Schwedes (rechts) behält gegen Benjamin Wendel und Janis Kalhöfer (Goddelsheim/Münden) die Oberhand.
Kopfballtraube: TuSpo-Torschütze Sven Schwedes (rechts) behält gegen Benjamin Wendel und SG-Torschütze Janis Kalhöfer (Goddelsheim/Münden) die Oberhand. © bb

Zum ersten Mal in vier Gruppenliga-Jahren hat der TuSpo Mengeringhausen bei der SG Goddelsheim/ Münden gewonnen. Die Grün-Weißen meldeten sich mit einem 4:2 (2:1)-Sieg im Abstiegskampf zurück.

Das Coronavirus hatte beide Teams jeweils wichtiger Akteure beraubt: Bei der SG musste Toptorjäger Mirco Grosche passen, beim TuSpo Spielertrainer Andre Gutmann zuhause bleiben. Seine Mannschaft reagierte mit einem engagierten Auftritt. Ihre Körpersprache signalisierte: Wir wollen hier punkten.

In der insgesamt offenen ersten Halbzeit gehörten die ersten 20 Spielminuten dennoch mehr den Lichtenfelsern. Ihren ersten Abschluss, einen Weitschuss von Raoul Mitze, lenkte TuSpo-Torwart Moritz Föll um den Pfosten (16.). Der zweite Versuch saß: Tim Fresen hämmerte einen Freistoß aus 22 Metern von ziemlich weit links an den langen Innenpfosten, von da sprang der Ball ins Tor (19.).

Brauns erstes Tor für Mengeringhausen

Mit dem nächsten Angriff vergab Michael Kuhnhenne nach Mitzes scharfer Hereingabe aus elf Metern das mögliche 2:0 (20.). Das dürfte ihn kurz darauf schwer gewurmt haben, als die Gäste ausglichen. Nico Müller köpfte einen Eckball zum 1:1 ein (24.).

Die SG besaß weitere Möglichkeiten durch Steffen Butterweck, dessen Kopfball nach Fresens Freistoß geklärt wurde (31.), und Benjamin Wendels Lupfer, den Föll mit den Fingerspitzen über die Latte lenkte (38.). Dazwischen (36.) lag ein Versuch von TuSpo-Verteidiger Denny Benndorf, wieder nach Ecke, danach folgte die etwas überraschende Führung der Gäste.

Bei dem schönen Angriff schickte Adam Sek den Ball von rechts mit Schmackes vors Tor, wo Giulian Braun genau richtig stand: Er stellte mit seinem ersten Pflichtspieltor der Saison auf 2:1 für den TuSpo (42.). Die Gäste machten nach der Pause, angetrieben vom starken Dominik Lüdtke, konzentriert weiter, während die SG den Faden verlor. Fast unerklärlich ihre Schwäche bei den Eckbällen; der TuSpo nutzte gleich den ersten Standard dieser Sorte in Halbzeit zwei für sein drittes Tor – diesmal traf Benndorf per Kopf (46.).

Eine Antwort fanden die Lichtenfelser noch: Nach einem langen Ball setzte sich Janis Kalhöfer auf der rechten Seite durch und schloss auf den langen Pfosten ab. Nur noch 2:3 (62.) Braun schlug die erste TuSpo-Gelegenheit zum 4:2 aus, als er nach Fehler Butterwecks an der prima Fußabwehr von SG-Torwart Mitze scheiterte (70.). Eine Minute später war es passiert. Nach einer, was sonst, Ecke köpfte diesmal Sven Schwedes ein, 4:2 für den TuSpo.

Goddelsheim: Trainer Fresen hat keine Erklärung

Es blieb dabei, weil Sek die Einladung zum fünften Treffer ausschlug. Nach Brauns Zuspiel in die Mitte, Mitze was aus seinem Tor heraus, schoss er aus elf Metern am leeren Kasten vorbei (73.). Kurz vor Ende vertat Kalhöfer gegen Föll den Anschluss.

„Hochverdient“ nannte Co.-Trainer Marcel Schilling den „Dreier“ des TuSpo, seine Mannschaft habe leidenschaftlichen Einsatz und Kampf gezeigt. „Es hat alles von Anfang bis Ende gepasst.“ Jens Fresen widersprach der Einschätzung nicht. Die Niederlage sei verdient, er könne sich die schwache Leistung seines Team nach fünf Partien ohne Gegentor nicht erklären, sagte der SG-Trainer. Besonders die drei TuSpo-Treffer nach Ecken ärgerten ihn: „Das geht überhaupt nicht.“  (bb)

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