Gruppenliga: Mit iImposanter Serie auf Platz vier

Mit mehr Breite zu neuen Höhen: Die Hinrunde des TSV Altenlotheim

Viel zu jubeln gab es für die Altenlotheimer vor allem ab dem 10. Spieltag. Faustpfand war vor allem ein in der Breite stärker gewordener Kader, in dem unter anderem (v. links) Marc-Andre´Garthe, Robin und Patrick Wissemann, Nils Backhaus, Christian Schmid, Manuel Neuschäfer, Rudi Hofert und Julian Schneider eine gute Rolle spielten.
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Viel zu jubeln gab es für die Altenlotheimer vor allem ab dem 10. Spieltag. Faustpfand war vor allem ein in der Breite stärker gewordener Kader, in dem unter anderem (v. links) Marc-André Garthe, Robin und Patrick Wissemann, Nils Backhaus, Christian Schmid, Manuel Neuschäfer, Rudi Hofert und Julian Schneider eine gute Rolle spielten.

Die Fakten sprechen für sich – oder? Nach 16 Spielen in der Gruppenliga 1 ziehen wir eine Bilanz der Waldecker Mannschaften. In Teil 3 geht es um den TSV Altenlotheim.

Altenlotheim – Der Aufsteiger von 2020 ist am Ende des Jahres 2021 das beste heimische Team der Liga und steht als Vierter nahezu unmittelbar hinter den Topmannschaften – wer hätte das gedacht Ende September? Da bezog der TSV Altenlotheim ein derbes 0:7 beim Tabellenzweiten TSV Wabern, blickte auf Rang 14 der KOL entgegen.

Es folgte ein Jahresendspurt, der seinesgleichen sucht: 19 Punkte aus sieben Spielen. Wie es dazu kam, zeigt der WLZ-Faktencheck.

Die Ausgeglichenheit der Liga hat Altenlotheim so weit nach vorn gespült.
Einstelliger Platz hieß das Ziel am Oberbach im Sommer. Dass dies deutlich erreicht wurde, ist für Robin Wissemann ein Verdienst seiner Mannschaft und sei in der engen Liga umso höher zu bewerten. „Jeder kann jeden schlagen – gerade wegen der Ausgeglichenheit können wir so stolz sein, dass wir so eine Serie hingelegt haben und so konstant waren“, sagt der Spielertrainer der Schwarz-Weißen.

Die Vorbereitung ist zu gut gelaufen.
„Es war die perfekte Vorbereitung“, sagt Wissemann, dessen Team alle Spiele gewann – inklusive Kreispokalfinale der alten Saison gegen Bad Wildungen (5:2) und Kreispokalspiel der neuen Saison gegen Goddelsheim (5:2 nach Verlängerung). „Viele dachten dann vielleicht, es geht jetzt von alleine so weiter. Auch die Zuschauer hatten plötzlich hohe Ansprüche“, sagt der Coach.

Dann ging die Saison los und – rumms – hatte der TSV die ersten Spiele in Melsungen (0:2), in Goddelsheim (0:3) und gegen Brunslar (1:3) vergeigt. „Und schon kamen Zweifel auf an der Qualität der Mannschaft“, erinnert sich Wissemann.

Der schlechte Saisonstart kam überraschend, die Erfolgsserie nicht.
Dass es eben nicht von alleine geht, hätten nach den drei Niederlagen alle begriffen, sagt der Trainer. Dass Geduld wichtig sein würde, war für den 28-Jährigen klar, der den Spielplan stets im Auge hatte. Der bescherte anfangs deutlich mehr schwere Gegner als im Herbst. „Ende September haben wir gesagt: Jetzt beginnen die wichtigen Wochen“, so Wissemann. Sein Team punktete gegen die Gegner, gegen die tabellarisch gesehen besonders wichtig war: Kirchberg, Körle, Neuental, Wildungen, Mengeringhausen, Edermünde.

Dass der Kader keine große Fluktuation hatte, war ein Vorteil für den TSV.
„Das war sicher kein Nachteil“, sagt Robin Wissemann, der nicht nur keine Abgänge verkraften musste, sondern auch erfreut registrierte, dass die einzigen Neuen – die drei einheimischen Nachwuchsspieler Torben Garthe, Lorenz Bremmer und Florian Green – einen „Riesensprung“ gemacht haben. „Sie pushen im Training auch die Älteren.“ Die Trainingsbeteiligung insgesamt spreche für sich.

Die Corona-Pandemie hat die Situation beim TSV beeinflusst.
Sie hatte zumindest auch einen Anteil daran, dass die Altenlotheimer erst später ihr ganzes Können zeigen konnten. In der nach zwölf Partien abgebrochenen Vorsaison habe man sich kaum richtig einspielen können, meint Robin Wissemann. „So brauchten vor allem die damaligen Neuzugänge noch eine Weile, um in den Rhythmus zu kommen und sich zu integrieren. „Jetzt spielt jeder auf der idealen Position.“ Als Beispiel nennt der Coach Rudi Hofert, der eine starke Saison auf der Sechs spielt – eine Position, auf der er ihn vor einem Jahr noch nicht gesehen habe.

So viele gute Spieler hatte Altenlotheim noch nie.
„Wir haben eine qualitativ so gute Breite im Kader, die man hier gar nicht kennt“, weiß auch der Altenlotheimer Junge Robin Wissemann. „All das, Breite und die Entwicklung, trägt dazu bei, dass wir die Sicherheit haben, die wir zuletzt zeigten.

Und wie sehr man jeden braucht, hat der TSV gemerkt, nicht nur beim 0:7 in Wabern, als sieben Stammspieler fehlten. „Gleich zum Saisonstart hat sich unser Kapitän Sascha von Drach verletzt, das hat uns enorm getroffen“, sagt Wissemann. Und in den letzten Wochen war der Kader so gut aufgestellt, dass der Trainer den Luxus hatte, „Gruppenliga-Topleute“ wie Marc-Andre Garthe und Rene Huneck als starke „Waffe“ von der Bank bringen zu können.

Dass der Kader weitere Verstärkung erhält, kommt Wissemann gelegen: Raphael Menkel wird zum TSV stoßen: Der 27-Jährige Landauer, der zuletzt an seinem Studienort Leipzig in der Landesklasse spielte und früher unter anderem in der Verbandsliga Nord (Dörnberg) kickte, studiert nun in Marburg und soll in Altenlotheim helfen, die Defensive zu verbessern. Dort sieht Wissemann das größte Steigerungspotenzial für die Rückrunde, in der das Ziel heißt: Platz vier halten, frühstmöglich sorglos da stehen.

Das steht auf dem Wunschzettel:
Vier Wünsche würde Robin Wissemann drauf schreiben: „Gesundheit für alle natürlich und dass die komplette Saison gespielt werden kann.“ Außerdem wünsche er sich, so der TSV-Coach, „die Titelverteidigung im Kreispokal und den damit verbundenen Einzug in den Hessenpokal“. (Dirk Schäfer)

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