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Eintracht Northeim beeindruckt den Tabellenführer, unterliegt Celle aber doch mit 2:3

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Von: Marco Washausen

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Der Ex-Göttinger Gerbi Kaplan (links) bestimmte den Takt bei der Celler Mannschaft. Viele Angriffe liefen über ihn. Hier hat er jedoch gegen den Northeimer Hannes Fritz das Nachsehen.
Der Ex-Göttinger Gerbi Kaplan (links) bestimmte den Takt bei der Celler Mannschaft. Viele Angriffe liefen über ihn. Hier hat er jedoch gegen den Northeimer Hannes Fritz das Nachsehen. © Kaja Schirmacher

Eine nicht unerwartete Niederlage hat der FC Eintracht Northeim am Sonntag in der Abstiegsrunde der Fußball-Oberliga eingesteckt. Gegen Spitzenreiter MTV Eintracht Celle gab es eine 2:3 (0:1)-Pleite, die auch die letzten Hoffnungen auf den Klassenerhalt praktisch auf Null sinken ließ.

Northeim - Trainer Philipp Weißenborn musste auf etliche Stammkräfte verzichten. Die Startelf stellte sich fast von allein auf. Demgegenüber stand ein extrem selbstbewusster Gegner, der nach dem 6:0 gegen Göttingen die Tabellenspitze verteidigen wollte. Die Gäste starteten anfangs jeden Angriff über ihre linke Seite, wo Nils Kern reichlich Arbeit hatte. Und Celle kam schnell zu Chancen. Die vorerst beste vergab Soma, der allein auf Jannik Strüber zulief, sich den Ball jedoch zu weit vorlegte und die Hundertprozentige verschenkte (12.). Zur MTV-Führung musste ein abgefälschter Schuss des Ex-Göttingers Gerbi Kaplan her, der von der Strafraumkante abzog (24.). Strüber machte sich lang, konnte den Rückstand aber nicht mehr verhindern. Dass es nach einer halben Stunde immer noch nur 0:1 aus Sicht der Gastgeber stand, war Glück. Zwei Mal verpassten Celler im Fünfer Hereingaben haarscharf, dann zog Laube ab, traf aber, nachdem Strüber die Fingerspitzen am Ball hatte, den Pfosten.

Auch nach der Pause gab Celle den Takt vor. Und prompt hatten die Northeimer Glück. Erneut war es Laube, der allein auf Strüber zu lief, diesen tunnelte, aber zum zweiten Mal nur den Pfosten traf (50.).

Und das rächte sich! Wie aus heiterem Himmel stand es plötzlich 1:1. Fynn Wächter erlief einen langen Ball, sah Massimo Röttger, dem der Ausgleich gelang (52.). Aber: Die Zuschauer waren noch nicht damit fertig, neuen Mut zu schöpfen, da hatte Celle bereits geantwortet. Jean-Luca van Eupen hatte im Strafraum zu viel Platz und schlenzte den Ball sehenswert ins Netz.

Jetzt war das Spiel ein ganz anderes. Eintracht machte mutig mit. Der Beleg: Flanke in die Mitte, wo Tristan Heine goldrichtig stand und per Kopf das 2:2 schaffte (59.). Das beeindruckte Celle. Die Gäste mussten sich kurz schütteln, ehe sie wieder nach vorn spielten. Sie kamen auch weiter zu guten Chancen, doch am starken Strüber war (aus dem Spiel heraus) kein Vorbeikommen mehr. Das gelang nur per Strafstoß, der viele Northeimer kopfschüttelnd zurückließ. Sie hatten kein elfmeterwürdiges Foul gesehen. Yannik Ehlers war das egal. Er traf zum 3:2-Endstand (87.).

Damit ist der Abstieg der Eintracht so gut wie besiegelt. Bei noch drei ausstehenden Partien und acht Zählern Rückstand auf das rettende Ufer steht praktisch fest, dass es nächste Saison am Rhumekanal für die 1. Herrenmannschaft um Landesligapunkte gehen wird.   (Marco Washausen)

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