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Nach neun Spielen ohne Niederlage: KSV Baunatal verliert gegen Schlusslicht Ginsheim 1:2

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Von: Björn Friedrichs

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Luftduell: Baunatals Berke Durak gegen Ginsheims Nazeem Aboubakari.
Luftduell: Baunatals Berke Durak gegen Ginsheims Nazeem Aboubakari. © Fischer, Andreas

Der KSV Baunatal kann doch noch verlieren: Nach einer über weite Strecken enttäuschenden Leistung unterlag die Mannschaft von Tobias Nebe gegen Schlusslicht VfB Ginsheim mit 1:2 (0:1).

Stürmer Sebastian Schmeer war nach Gelb-Rot-Sperre wieder mit dabei, auch Kapitän Daniel Borgardt saß nach seiner Knieverletzung erstmals wieder auf der Bank. Von dort musste er mitansehen, wie seine Mitspieler zu Beginn der Partie nicht wach waren.

Die Gäste, für die der Klassenerhalt in weiter Ferne liegt, gingen mit der ersten Chance in Führung. Ein Freistoß segelte in den Baunataler Strafraum, dort griff kein Verteidiger energisch ein und ein Ginsheimer Angreifer traf aus dem Gewühl heraus per Kullerball zum 1:0 (5.).

Gute Chancen, doch dann fällt das 0:2

Die Hausherren reagierten wütend, aber selten zwingend genug. Vor allem nach Einzelaktionen wurde der KSV gefährlich. Doch sowohl Fatih Üstün (9.) als auch Patrick Krengels Freistoß (19.) und Berke Duraks Flachschuss (25.) verfehlten das Tor knapp.

Nach der Halbzeitpause kam Baunatal besser, schneller, zielstrebiger aus der Kabine. Und der KSV hatte gleich eine riesige Möglichkeit. Nach Eckball von Krengel köpfte der großgewachsene Mounir Boukhoutta per Aufsetzer Richtung Tor, Ginsheims starker Torhüter David Staegemann wischte den Ball noch über das Tor (53.). Staegemann war es auch, der den Schuss von Hüseyin Cakmak kurz darauf aus kurzer Distanz abwehrte.

Aus dem Nichts fiel dann das 0:2. Christian Sebastiao Makana schnappte sich den Ball und schleppte ihn einmal durch die Baunataler Hälfte, ohne von einer Vielzahl an Gegenspieler richtig angegriffen zu werden. Makana ließ sich diese Chance nicht nehmen, zog aus etwa 23 Metern einfach mal ab und traf den Ball perfekt. Vom Innenpfosten klatschte er ins Tor (71.).

Kurioses Eigentor bringt noch einmal Hoffnung

Baunatal warf daraufhin alles nach vorn. Okan Güls Schuss aus zentraler Position flog drüber (77.), Boukhouttas Versuch parierte wiederum Staegemann (79.). Als das Spiel schon entschieden wirkte, wurde es doch noch einmal spannend - dank Ginsheimer Hilfe. Boukhoutta brachte den Ball in den Strafraum, dort wollte Dillon Fosuhene klären. Quer in der Luft liegend traf er das Leder aber mit der Pike und überwand seinen eigenen Schlussmann so per Lupfer (84.).

1:2, folgte jetzt doch noch der Ausgleich? Nein. Weil sich der KSV keine Chance mehr herausspielen konnte und weil der souveräne Schiedsrichter Felix Berger bei einer kniffligen Szene im Ginsheimer Strafraum im Gegensatz zu den Baunatalern kein Handspiel sah. „Wir waren heute schwach. Wir haben es nicht geschafft, unsere 100 Prozent auf den Platz zu bringen und dann gewinnt man in der Hessenliga kein Spiel“, sagte KSV-Trainer Tobias Nebe.

Die Statistik

KSV Baunatal: Labonte - Krengel, Schneider, Blahout, Durak (73. Gül) - Springer (82. Wilhelm), Berninger-Bosshammer, Boukhoutta, Üstün (61. Wieczorek) - Schmeer, Cakmak

Ginsheim: Staegemann - Fosuhene, Akoto, Redl, Mensah - Aboubakari (74. Williams), Manneck, Oriana, Scholz (83. Onyejekwe) - Kissel, Makana

Tore: 0:1 (5.), 0:2 (71.), 1:2 Eigentor (84.)

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