„Es war ein langer Weg zurück“ 

Nach Schien- und Wadenbeinbruch: Sebastian Ullrich über seine Rückkehr

Ullrich mit Nachwuchs: Luis ist ein halbes Jahr alt. Foto: privat

Fuldatal. Nach Wochen der Einsätze in der Reserve war Sebastian Ullrich, Stürmer des Fußball-Verbandsligisten TSV Rothwesten, zuletzt gegen Lehnerz II (0:5) wieder in die Startelf zurückgekehrt. Im Interview spricht der 27-Jährige über die 14 Monate nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch.

Herr Ullrich, wie beurteilen Sie den bisherigen Saisonverlauf für Ihren Klub?

Sebastian Ullrich: Zusatzpunkte gegen favorisierte Teams gab es bisher nicht. Da haben wir leider schon einige Packungen bekommen. Wir verlassen uns derzeit darauf, dass wir die Duelle gegen die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt gewinnen.

Was unterscheidet diese Saison von der vergangenen Serie?

Ullrich: Gegen favorisierte Teams haben wir uns in der letzten Saison leichter getan, weil keiner was von uns erwartet hat. Wir standen relativ gut und konnten dann unser Konterspiel durchbringen.

Wie geht es Ihnen nach Ihrer schweren Verletzung vor 14 Monaten?

TSV Rothwesten gegen Weidenhausen Sonntag, 14.45 Uhr, Bergstadion

Ullrich: Ich bin langsam wieder dran. Es war aber ein langer Weg zurück – mit Höhen und Tiefen. Dass ich in der vergangenen Saison noch zum Einsatz gekommen bin, hat rückblickend eigentlich keinen Sinn gemacht. Nach der Niederlage gegen Vellmar zu Beginn dieser Saison war ich dann überraschend schnell in der Mannschaft, aber konnte nicht so überzeugen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Jetzt habe ich das aufgearbeitet und mir über Spiele in der Reserve Fitness und Wettkampfpraxis geholt.

Haben Sie jetzt keine Probleme mehr mit dem Bein?

Ullrich: Mein Fuß ist minimal nicht mehr so beweglich wie vorher. Ich merke, dass manche Übungen nicht mehr so gehen wie vorher, aber das sind keine Sachen, die mich im Alltag und beim Fußball irgendwie beeinträchtigen.

Sind künftig noch mal um die 40 Saisontore drin, wie zuletzt in der Aufstiegssaison vor zwei Jahren?

Ullrich: In dieser Saison sicher nicht. Aber klar, ich bin ein klassischer Torjäger, der an seinen Toren gemessen wird. Mein Ziel ist es, in jedem Spiel ein Tor zu machen. 30 Tore in der Verbandsliga könnte man vielleicht mit 40 Toren in der Gruppenliga vergleichen. Aber damit das gelingt, muss man in einer Mannschaft spielen, die einen Lauf hat und selbst konstant immer Einsätze haben. Aktuell habe ich die Situation mit den Kurzeinsätzen angenommen und werde die Winterpause voll für mich nutzen, um danach wieder zum Stammpersonal zu gehören.

Sie haben kürzlich ein Haus in Ihringshausen gebaut und mit Ihrer Verlobten Jacqueline Scheuren ein Baby bekommen. Wie läuft es privat?

Ullrich: Besser könnte es nicht sein. Das Haus ist fertig, wir wohnen bereits drin. Und bei unserem Sohn Luis ist alles, wie man es sich wünscht. Er ist kein Schreikind. Am Samstag wird Luis er ein halbes Jahr alt.

Von Sebastian A. Reichert

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