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Die Super-Serie ist gerissen

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Von: Torsten Kohlhaase

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Jetzt hat es sie doch erwischt: Baunatals Trainer Tobias Nebe und Nicolai Lorenzoni, hier während des Hinspiels gegen Griesheim.
Jetzt hat es sie doch erwischt: Baunatals Trainer Tobias Nebe und Nicolai Lorenzoni, hier während des Hinspiels gegen Griesheim. © dieter schachtschneider

Irgendwann musste es einmal passieren. Dass es nun ausgerechnet beim Tabellen-13. aus Griesheim und nicht gegen ein Topteam der Fußball-Hessenliga schiefgehen würde, das hatte man beim KSV Baunatal sicher nicht unbedingt auf der Rechnung.

Am Sonntag aber ging sie dann zu Ende, die Serie von unglaublichen zwölf Partien in Folge ohne Niederlage. Mit 0:1 (0:0) verloren die VW-Städter mal wieder ein Duell – und damit zum ersten Mal seit dem 3. September. Damals gab es eine 1:3-Heimpleite gegen den FC Gießen.

„Das war ein absolut gebrauchter Tag heute. Aufgrund unserer Chancen hätten wir auf keinen Fall verlieren dürfen, zudem haben wir auch noch verletzte Spieler zu beklagen“, sagte Baunatals Trainer Tobias Nebe. Felix Schäfer musste in der 65. Minute mit Verdacht auf Muskelfaserriss raus, Nicolai Lorenzoni erwischte es in der Nachspielzeit noch heftiger. „Er ist mit dem Kopf gegen seinen Gegenspieler geprallt. Es wurde sofort dick, und wir hoffen nicht, dass es ein Jochbeinbruch ist“, so Nebe.

Vor allem in der ersten Halbzeit verpassten es die Gäste mehrfach, in Führung zu gehen. Zunächst vergab Leon Lindenthal das 1:0, dann bekam Maximilian Blahout in der 15. Minute die Möglichkeit auf dem Silbertablett serviert. Doch seinen Handelfmeter parierte Griesheims Torwart Elias Derwein. Zweimal vergab dann noch Julian Berninger-Bosshammer aus aussichtsreicher Position. „Griesheim hat das insgesamt aggressiv verteidigt, aber wir hätten einfach mehr aus unseren Chancen machen müssen“, zeigte sich Nebe enttäuscht.

Kurz nach der Pause hatte dann Jonas Springer die nächste hochkarätige Gelegenheit, doch auch er scheiterte. Und so kam es, wie es kommen musste. Nach einer Ecke markierte Nick Volk in der 49. Minute das Tor des Tages, das die Serie der Baunataler zunichtemachte. „Es sah so aus, als ob der Ball an den Pfosten ging und von dort wieder raussprang. Yannick Wilke hat ihn gut gehalten, aber anscheinend war er letztlich doch hinter der Linie“, so Nebe.

Der KSV Baunatal warf jetzt noch einmal alles rein. In einer hektischen und stressigen Phase versuchten es die Nordhessen mit etlichen Flankenläufen, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. „Aber Griesheim hat sich dann auch mit zehn Mann hinten reingestellt, da war es für uns unheimlich schwierig“, erklärte Nebe, der von einer „unnötigen Niederlage“ sprach. Zwei Spiele bleiben nun noch vor der Winterpause, um vielleicht schon die nächste Serie zu starten. Am Samstag gastiert Alzenau im Parkstadion, am 9. Dezember geht es dann zur Reserve von Eintracht Frankfurt.

Griesheim: Derwein - Adusei, Volk, Schumacher, Arslan (78. Bender) - Jander, Oliveri Del Castillo, Starck, Aykir (72. Lorenz) - Saltzer (90.+6 Takmaz), Stumpf (90.+1 Kern)

Baunatal: Wilke - Krengel, Blahout, Schäfer (65. Künzel), Schneider - Borgardt, Springer (85. Siebert) - Lorenzoni, Cakmak, Berninger-Bosshammer (78. Üstün) - Lindenthal (60. Schmeer)

SR: Lotz (Schröck) - Z: 150

Tor: 1:0 Volk (49.)

Besonderes Vorkommnis: Derwein hält Handelfmeter von Blahout (15.)

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