Fußball-Kreisliga A 1: Aufstiegsrennen

Haucks Elf zwischen Schützenhilfe und Eigennutz

Neues Aufgabenfeld: Offensivmann Marcel Mangold ist bei der SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz plötzlich als Libero gefragt - ein Positionswechsel, der die Abwehr stabilisiert hat. Foto: Walger

Heinebach/Solz. Nicht nur für die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz, die in der Fußball-Kreisliga A 1 einen Doppelspieltag vor der Brust hat, ist dieses Wochenende richtungweisend. Das gilt im gleichen Maße für Tabellenführer SG Heinebach/Osterbach.

Heute stehen sich in Solz ab 18.30 Uhr die SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz und der Tabellenzweite SG Sorga/Kathus gegenüber. Mit einem Erfolg könnte das Team von Trainer Frank Hauck nicht nur den Alheimern Schützenhilfe leisten, sondern würde sich selbst auch noch mal die Möglichkeit eröffnen, in den Aufstiegskampf einzugreifen. Die Gäste wären dann mit nur noch drei Punkten mehr auf dem Konto wieder in Reichweite.

„Wir gucken von Spiel zu Spiel, der Aufstieg ist nicht zwingend vorgegeben“, nimmt Frank Hauck Druck heaus. Nach dem verkorksten Saisonstart war der Jahresauftakt auch nicht unbedingt berauschend. Man versuche spielerisch noch zuzulegen und wolle an die Leistungen vom Wochenende anknüpfen, erklärt er. Da gelangen gegen Aulatal II zehn Tore, acht davon fein herausgespielt. „Die schießt man auch nicht so einfach“, sagt der Coach.

Marcel Mangold als Libero aufzubieten, hat für eine stabilere Abwehr gesorgt. In der Offensive gibt es ja auch ausreichend Alternativen. Mit Marius Franz (29 Tore), Rico Muhlack (20) und Bastian Bachmann (13) verfügt die SG über eine wahre Torfabrik, auf die man nicht nur heute gegen Sorga, sondern auch zwei Tage später beim Gastspiel in Rockensüß setzt.

Nachbar SG Cornberg/Rockensüß hat vor Wochenfrist mit einem 5:0 bei der SG Gudegrund/Konnefeld aufhorchen lassen. „Der Tabellenplatz spiegelt nicht den Leistungsstand der SG wider, die oft von personellen Ausfällen gebeutelt war“, sagt Frank Hauck, „es wird kein Selbstläufer werden, wir wollen aber selbstverständlich gewinnen.“. Bis auf die Langzeitverletzten Jonas Nölke und Marius Stein hat er alle Mann an Bord.

Zünglein an der Waage

Dass die Vereinigten aus Nentershausen, Weißenhasel und Solz im Aufstiegskampf zum Zünglein an der Waage werden könnten, ist dem Tabellenführer SG Heinebach/Osterbach längst recht. Der hat zum Topspiel der Liga am Sonntag ab 15 Uhr den Tabellendritten SV Unterhaun zu Gast. SG-Coach Uwe Stückrath ist zuversichtlich: „Mit einem Sieg würden wir die Wölfe auf Distanz halten und hätten dann bis auf Sorga/Kathus am vorletzten Spieltag machbare Aufgaben vor uns“, beschreibt er die Situation seiner Elf. Stückrath mahnt aber zugleich: „Man soll das Fell des Bären nicht schon verteilen, bevor er erlegt ist.“ Verzichten muss er nur auf Markus Funk, der einen dicken Knöchel hat.

Von Thomas Becker

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