Von der Gruppen- in die A-Liga

Nico Mannweiler als Co-Trainer zum TSV Strothe

Nico Mannweiler
+
Künftig im Trikot des TSV Strothe: Nico Mannweiler.

Gruppenligist SV Freienhagen/Sachsenhausen und Angreifer Nico Mannweiler gehen getrennte Wege. Der Ex-Kapitän hat sich dem TSV Strothe angeschlossen, um beim A-Ligisten ins Trainergeschäft einzusteigen – der Tabellenzweite wird von seinem Vater Thorsten gecoacht.

Korbach - Bei der SV hatten sie für die Saison fest mit dem bulligen Torjäger geplant und sind nicht amüsiert über den Wechsel. Die Wendung leiteten ausgerechnet seine Kniebeschwerden ein, so erzählt es Mannweiler. Die Schmerzen hätten mit Beginn der Vorbereitung eingesetzt, er habe trotz wechselnder Arztbesuche bis heute keine Diagnose, die nun eine MRT-Untersuchung in zwei Wochen bringen soll.

Die neue Perspektive habe sich während der erzwungenen Pause ergeben. „Der Anstoß kam von meinem Vater, und ich fand das eine gute Idee“, sagt der 25-Jährige. Für ihn sei der Einstieg ins Trainergeschäft mit dem Ziel Spielertrainer so „ideal“. Zum einen verweist er auf die Tipps vom Papa, zum anderen auf den in der Kreisliga A einfacheren sportlichen Wiedereinstieg.

Mannweiler fürchtet, dass er erst nach der Winterpause wieder selbst wird spielen können. Sein letzter Pflichtspieleinsatz für die SV datiert – auch wegen der Corona-Krise – vom 24. November 2019, als er für die Reserve vier Tore schoss ; er hätte dann 14, 15 Monate nicht mehr gekickt. „Bis ich das Fitnesslevel einer Gruppenliga-Mannschaft erreiche, habe ich es viel leichter bei einem A-Ligisten erreicht“, sagt er.

Mannweiler kann ohne Freigabe gehen – die Wartefrist endet, auch wegen der besonderen Wechsel-Bedingungen während der Pandemie, für ihn am 15. Oktober. Er kam 2013 zur damaligen FSV Netze/Freienhagen und weist rund 170 Einsätze sowie mehr als einhundert Tore in Pflichtspielen für die ehemalige und die aktuelle Spielvereinigung vor.

Josefiak: Der Abgang tut uns weh

„Er hat seine Verdienste, sein Abgang tut uns schon weh“. so Andreas Josefiak, einer der beiden Trainer der SV-Mannschaft, die tief im Abstiegskampf steckt. Die Umstände des Wechsels nennt er unglücklich. „Es ist schon ein Unterschied, ob einer erhobenes Hauptes durch die Vordertür geht oder durch die Hintertür verschwindet“, sagt er, darauf anspielend, dass die Mannschaft fest mit Mannweilers Rückkehr gerechnet hatte.

Mannweiler, der mit seiner Freundin in Bredelar wohnt und in Korbach arbeitet, hat Verständnis, dass man bei der SV nicht begeistert über seinen Schritt ist. Seinen Weggang hält er für verkraftbar: „Nominell hat die Mannschaft gute Offensivspieler.“ Ihm ist daran gelegen zu betonen, dass seine Entscheidung nicht Ergebnis längerer Planung gewesen sei: „Es hat sich durch die Verletzung erst ergeben.“

Strothes Vorsitzender Frank Stiehl nennt den Zugang einen „Glückfall“ für den TSV. Mannweiler junior beginnt seinen Worten nach als Co-Trainer und soll seinen Vater unterstützen. Sobald er wieder fit ist, soll er auch für den A-Ligisten spielen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.