Fußball

Niedersächsische Amateur-Klubs für den Saison-Abbruch

Niedersachsens Fußballvereine haben sich mehrheitlich für einen Abbruch der derzeit wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit 2019/20 ausgesprochen. Dies ergab eine Umfrage, die von Samstag (18. April) bis Mittwoch (22. April) in allen 33 NFV-Kreisen vorgenommen wurde. Am Freitagabend gab der Niedersächsische Fußball-Verband das Votum bekannt.

Von den rund 2.600 Vereinen gaben 1649 ihre Stimme ab. Davon votierten 448 für den Vorschlag des NFV-Verbandsvorstandes, die Saison – soweit es die staatlichen Verfügungen zulassen – ab dem Zeitraum 15. August bis 1. September fortzusetzen. 1119 Klubs sprachen sich dagegen aus, 83 Klubs enthielten sich.

Auch die beiden südniedersächsischen Fußball-Kreise Northeim/Einbeck und Göttingen/Osterode hatten für einen Abbruch der Saison votiert. Der Kreis Northeim/Einbeck hatte sich am vergangenen Dienstag zur Entscheidungsfindung per Videoübertragung zusammengeschaltet. Dabei stimmten 24 Klubs für den Abbruch der Saison, 14 waren für den NFV-Vorschlag, die Saison bis Ende August zu unterbrechen. Göttingen/Osterode stimmte unter seinen Vereinen per Email ab. Hier votierten 38 Vereins für den Abbruch, 20 waren für Unterbrechung.

„Ich danke allen Vorstandskollegen und Vereinen für das in dem engen Zeitfenster erhobene Meinungsbild. Es gehört zur gegenseitigen Wertschätzung, unterschiedliche Interessen und Standpunkte auszutauschen und zu respektieren“, erklärte NFV-Präsident Günter Distelrath.

Die Erfahrungen, Eindrücke und Aussagen, die die Kreisvorsitzenden im direkten Austausch mit ihren Vereinen gesammelt haben, sowie die direkt in der Barsinghäuser NFV-Verwaltung eingegangenen Meinungen waren Gegenstand der telefonischen Verbandsvorstandssitzung am Freitag-Nachmittag.

Dabei zeigte sich, dass bei den Vereinen ein sehr heterogenes Meinungsbild mit einer Vielzahl von Vorschlägen und Szenarien vorherrscht. „Diese werden wir jetzt sortieren, intensiv erörtern und zu einer überschaubaren Anzahl von konkreten Vorschlägen zusammenfassen“, erklärte Distelrath.

Dabei würde sich der Verband weiterhin an den behördlichen Entscheidungen orientieren. „Wir müssen sehen, welche Anordnungen für Niedersachsen wirksam werden. Diese berücksichtigen wir natürlich bei unseren Überlegungen“, sagte der NFV-Präsident. Der NFV-Verbandsvorstand wird sich am nächsten Dienstag zu einem erneuten Austausch treffen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten.  nfv/haz-gsd/nh Foto: NFV/NH

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