Nolte-Tor reicht nicht

Ederbergland verschießt beim 1:3 in Hadamar erneut Elfmeter

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Es besteht Gesprächsbedarf: Der am Boden sitzende Felix Nolte (Ederbergland) spricht mit Florian Decise (links) vom Gastgeber. Dessen Kapitän Manuel Groß schlichtet.

Hadamar. Am Ende hingen die Köpfe bei den Spielern des Fußball-Hessenligisten FC Ederbergland runter. Gerade hatte der FCE mit 1:3 (1:1) bei Rot-Weiss Hadamar verloren und musste sich – wie in den letzten Wochen – fragen, warum es nicht für einen oder gar drei Punkte gereicht hatte.

„Den Sieg hatten beide Mannschaften verdient“, sagte denn auch Hadamars Trainer Walter Reitz. Tatsächlich hatten beide Teams auf dem tiefen Boden alles an Kampfkraft in das Spiel gelegt. Vier klare Chancen hatte der FCE zu Toren, Hadamar fünf. Am Ende stand es aber 3:1 für die Gastgeber.

Ederberglands Trainer Christian Hartmann musste erneut die Mannschaft umstellen. Für den verletzten Dennis Reitz lief Kapitän René Eickhoff auf der Sechserposition auf. Im Sturm rückte Carlos Arsenio neben Felix Nolte. Ein 3:1 hätte sicherlich jeder Zuschauer unterschrieben, der sich die erste Viertelstunde angeschaut hatte. Ederbergland fand nicht in die Partie. Nur langsam wurde das Spiel der Gäste nach vorn verlagert. Bei einer FCE-Ecke setzte es einen Hadamarer Befreiungsschlag. Dietrich Schweizer wollte retten, rutschte an der Mittellinie aus und Hadamars Angreifer Steffen Moritz hatte freie Bahn zum 1:0. Gästekeeper Dominik Geiss, er hütete für Sebastian Wack erstmals in dieser Saison das Tor, hatte keine Abwehrchance (18.). Der FCE schien wie gelähmt.

Nur fünf Minuten später brüllte Hartmann auf das Feld: „Wir arbeiten nicht!“ Gerade hatte Florian Decise den Ball an die FCE-Latte gedonnert. Dieser Aluminium-Treffer war so etwas wie der Weckruf für den Gast. Man bekam die Partie immer mehr in den Griff und wurde schließlich durch Felix Noltes Ausgleich belohnt, als der sich um seinen Gegenspieler drehte und einschoss (34.). Jetzt war Hadamars Coach Walter Reitz zu hören: „Nur schön spielen reicht nicht. Wir müssen mehr tun!“ Tat seine Mannschaft aber zunächst nicht.

Im Gegenteil: Nolte wurde im Strafraum von den Beinen geholt und Schiri Rolbetzki (Schröck) zeigte auf den Elfmeter-Punkt. Ingo Miß scheiterte halbhoch an Torwart Christopher Strauch (39.). Es war der siebte Elfmeter der Saison und bereits der dritte vergebene beim FCE.

Nach dem Wechsel wurde die Partie zunehmend umkämpfter. Erneut hatte der FCE die Chance zur Führung. Aber Carlos Arsenio hatte aus sechs Metern zu wenig Druck hinter seinem Schuss – der Sieger hieß wieder Strauch (48.). Zwei Minuten später zimmerte Dominik Schwertel den Ball an den FCE-Pfosten, bevor weitere 120 Sekunden danach erneut Moritz einen Konter zum 2:1 für Hadamar abschloss. Der Kampf stimmte beim FCE. Als aber Felix Nolte frei vor Strauch erneut an diesem scheiterte (57.), blieb das Spiel bis zum Abpfiff zwar spannend und äußerst kampfbetont mit vielen Fouls, klare Torchancen sprangen aber nicht mehr dabei heraus.

Erst zwei Minuten vor dem regulären Ende gelang Moritz der dritte Treffer. Kengo Takushima überlupfte die FCE-Deckung, Moritz war schneller als seine Gegenspieler und ließ Geiss keine Chance.

Von Wilfried Hartmann

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