Fußball-Oberliga

Northeim gegen SVG Göttingen:  Spannender kann der Start nicht sein

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Mit vereinten Kräften: Hier stoppen die Northeimer Marc Yannik Grunert (re.) und Fabio Dannenberg (li.) Jannis Wenzel von Göttingen 05. Am Sonntag trifft Eintracht zum Oberliga-Auftakt auf die SVG Göttingen. 

„Endlich wieder ein Pflichtspiel!“ Was Dennis Erkner kurz auf den Punkt bringt, werden mit Sicherheit alle Fußball-Freunde (und nicht nur die) denken. Nach fast genau einem halben Jahr Corona-Zwangspause legt die Fußball-Oberliga in veränderter Form (siehe Kasten) wieder los. Und der Spielplangestalter tat den Fans in Südniedersachsen gleich einen Gefallen: Zum Auftakt erwartet Eintracht Northeim am Sonntag um 14 Uhr Nachbar, Aufsteiger und Liga-Rückkehrer SVG Göttingen. Spannender kann der Start nicht sein!

Und es wird auch ein Duell der Jungspunde! Northeim hat sein Team nicht zuletzt aus finanziellen Gründen stark verjüngt, hat einen Altersschnitt von gut 20 Jahren. Nur unwesentlich liegt auch die SVG darüber. Der älteste SVGer ist Julian Kratzert mit 26 – ein bisheriger Eintrachtler wie früher auch Ismail, Hofmann, Moschanin, Westfal und Hehn. Auch SVG-Keeper Younes wohnt in Northeim, spielte aber nie für Eintracht.

Vollgas-Fußball ist garantiert

SVG-Trainer Dennis Erkner

„Wir sind alle neugierig“, sagt Eintracht-Teammanager Hartmut Denecke und meint damit: Wie bewähren sich die vielen jungen Spieler? „Sie müssen jetzt erstmals mit Druck umgehen. Das wird ein Abenteuer. Aber wir freuen uns natürlich darauf! Mit Glombitza und Knopf spielen jetzt zwei 18-Jährige bei uns zentral defensiv.“

Nicht mehr helfen beim „Unternehmen Derbysieg“ kann den Northeimern Louis Malina. Der Stürmer hat sich dem 1. SC Magdeburg angeschlossen und kickt dort künftig in der U19-Bundesliga. „Schade für unsere Mannschaft, aber toll, wenn es ein Spieler aus unseren Reihen schafft, sich für höherklassige Teams zu empfehlen“, sagt Eintracht-Vorstandsmitglied Moritz Braukmüller.

Die Zeit der Tests mit Höhen und Tiefen ist jetzt auch bei der SVG vorbei. „Die Jungs sind sehr heiß, wir sind guter Dinge – und ich habe wenig Motivations-Arbeit“, sagt Göttingens Trainer Dennis Erkner. „Ich erwarte ein temporeiches Spiel, da ist Vollgas-Fußball garantiert.“ Den vielen jungen Spielern wird es jedoch wohl noch an Erfahrung fehlen, vermutet Erkner. Dass sein Team, in dem wohl nur Hofmann (Außenbandriss) fehlt, die neue Serie auswärts beginnen muss, spiele keine Rolle.

. 500 Zuschauer sind zugelassen, am Freitag waren gut 400 Tickets vergriffen. Rest-Karten gibt es am Samstag von 12 bis 13 Uhr am Eingang des Gustav-Wegner-Stadions. Möglicherweise wird die Tageskasse vorm Anpfiff dann gar nicht mehr geöffnet.  gsd

Die niedersächsische Oberliga ist nunmehr in zwei Staffeln mit je zehn Teams aufgeteilt, in die Oberliga Niedersachsen Weser-Ems/Lüneburg und Hannover/Braunschweig. In beiden Staffeln wird im Modus jeder gegen jeden mit Hin- und Rückrunde gespielt. Danach treten die Teams, die die Ränge 1 bis 5 in den beiden Oberligen belegen, in einer Aufstiegsrunde an, wobei die bestehenden Punkte aus den zwei Staffeln mitgenommen werden – die Mannschaften auf den Plätzen 6 bis 10 finden sich in einer Abstiegsrunde wieder. In der Oberliga sind vier Wechsel erlaubt. Im Team-Aufgebot dürfen daher auch 19 statt 18 Spieler stehen.

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