Fünfte Heimpleite in der Oberliga

0:6 - Eintracht Northeim  gibt sich auf

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Seltenes Erfolgserlebnis: Carim Blötz (li.) stoppt in dieser Szene Delmenhorsts Kapitän Nick Köster. Praktisch im Schongang sicherten sich die Gäste am Sonntagnachmittag beim 6:0 in Northeim die drei Punkte. 

Northeim – Die sportliche Krise von Eintracht Northeim in der Fußball-Oberliga nimmt immer bedrohlichere Formen an.

Denn auch am elften Spieltag mühten sich die Südniedersachsen vergeblich. Im Heimspiel gegen Atlas Delmenhorst zeigten die Eintracht-Akteure über 90 Minuten zwar eine kämpferisch ordentliche Leistung, blieben spielerisch aber weit unter ihren Möglichkeiten, erspielten sich kaum Chancen und gingen beim 0:6 (0:2) komplett leer aus – zum bereits achten Mal in dieser bislang katastrophalen Spielzeit.

Dabei wäre die fünfte Heimpleite vermeidbar gewesen. Denn in der ersten Hälfte agierten beide Teams lange Zeit auf Augenhöhe und beharkten sich überwiegend in Mittelfeldduellen. Der Unterschied wurde aber Mitte der ersten Hälfte deutlich. Während das personell arg dezimierte Schlusslicht durch Neuzugang Ilyas Bircan die beste Chance ungenutzt ließ, schlug der Tabellenzweite zwei Mal eiskalt zu – kurioserweise jeweils durch Handelfmeter. Bei der ersten Szene nahm Northeims Abwehrchef Christian Horst beim Klärungsversuch in der Mauer die Hand zur Hilfe (25. Minute), wenig später spielte Florian Mackes den Ball im Liegen mit der Hand (31.). Beide Szenen waren zwar strittig, Delmenhorsts Florian Stütz war es aber schlichtweg egal. Eiskalt brachte der defensive Mittelfeldspieler sein Team zur Pause mit 2:0 in Führung.

Nach dem Seitenwechsel mutierte die Partie dann zum munteren Scheibenschießen. Jeder Angriff von Atlas war gefährlich. Auch deshalb, weil auch die Einwechselspieler der Gäste Spielfreude versprühten. Der eingewechselte Emiljano Mjeshtri traf zwei Minuten nach seiner Hereinnahme innerhalb von nur 85 Sekunden zwei Mal, auch Joker Robert Plichta stach später zu.

„Jungs, kein Ding mehr fangen“, forderte Gäste-Coach Key Riebau seine Akteure in den letzten zehn Minuten zu mehr Konzentration auf. Da hatte Melvin Zimmermann gerade eine Chance aus Abseitsposition vergeben. Es war die einzige Northeimer Chance nach der Pause in einem Spiel, das die Gastgeber nach dem Seitenwechsel früh aufgaben. „Wir haben aus dem Spiel in den ersten 45 Minuten wenig zugelassen, bekommen aber zwei Gegentore. Nach dem dritten Tor war die Partie gelaufen“, bemängelte Northeims Trainer Simon Schneegans.

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