Schwache zweite Halbzeit macht Heimniederlage unumgänglich

2:5 nach 2:1 - Eintracht Northeim verliert deutlich gegen Spelle-Venhaus

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Thorben Rudolph (links) und Christian Horst trafen zwar jeweils für die Eintracht, doch in Durchgang zwei liefen die Gastgeber der Musik eigentlich nur noch hinterher. 

Northeim – Mit einer deutlichen Heimniederlage ist Fußball-Oberligist FC Eintracht Northeim am Sonntag in das Pflichtspieljahr 2020 gestartet. Im heimischen Gustav-Wegner-Stadion setzte sich Aufstiegskandidat SC Spelle-Venhaus mit 5:2 (1:2) gegen die stark abstiegsbedrohten Gastgeber durch, die nur eine Halbzeit lang auf Augenhöhe waren.

Wie kam die Eintracht aus der Winterpause?

Gar nicht gut. Es dauerte lediglich fünf Minuten, ehe man durch Artem Popov das erste Pflichtspiel-Gegentor des Jahres 2020 kassiert hatte. Oberliga-Debütant Fabian Sündram im Northeimer Tor (er vertrat den verletzten Christopher Meyer) schoss dem Speller Stürmer bei einem Klärungsversuch an den Kopf. Doch die Antwort folgte prompt. Keine Viertelstunde später führten die Gastgeber nämlich ihrerseits. Nach zwei Kontern aus dem Bilderbuch - einmal über Melvin Zimmermann von links, einmal über den starken Retwan Defli über rechts - glich erst Christian Horst per Strafstoß aus, ehe Thorben Rudolph sogar das 2:1 gelang. Das waren Wirkungstreffer gegen die kombinationssicheren Gäste.

Doch die kamen stark aus der Pause. Per direkt verwandelter Ecke markierte Marcel Ruschmeier den Ausgleich (51.). Knappe zehn Minuten darauf lag der Favorit wieder vorn, weil Timo Stapper zur Stelle war (60.). Den sehenswerten Schlusspunkt durfte Florian Hoff in der vorletzten Minute setzen, als er aus 40 Metern den Ball ins Northeimer Gehäuse hob.

Geht das Ergebnis in Ordnung?

Ja. Nach dem schnellen Rückstand war Böses zu befürchten. Doch die Eintracht berappelte sich, schlug zurück und stand danach defensiv stabil. Durchgang zwei ging aber deutlich an Spelle-Venhaus. Der SC drückte Northeim weit nach hinten. Die kräftezehrende erste Halbzeit forderte nun ihren Tribut. Während Spelle das Tempo hoch hielt, waren die Northeimer praktisch nur noch um Schadensbegrenzung bemüht. Selbst gefährlich wurde man überhaupt nicht mehr.

Was hat das für Folgen in der Tabelle?

Northeim (15 Punkte) bleibt Vorletzter. Im Keller rückte allerdings alles noch etwas enger zusammen, weil Schlusslicht Tündern (13) durch ein 2:1 gegen den Drittletzten Wolfenbüttel (16) sein Konto aufstockte. Gut für Eintracht, dass Celle bei FT Braunschweig (21) siegte. Damit bleibt Northeims nächster Gegner (So. 14 Uhr, Gustav-Wegner-Stadion) tabellarisch in Reichweite. Der Abstand zum rettenden 14. Platz wuchs allerdings auf sechs Punkte, weil Emden in Heeslingen gewann.

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