Handball-Oberliga

21:23-Niederlage gegen Kirchzell: Vellmar hadert mit den Schiedsrichtern

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Tor für Vellmar: Daniel Botte hat sich gegen Gläser (links) und Polixenidis (verdeckt) durchgesetzt.

Vellmar. Der Favorit wankte, aber er fiel nicht. Mit 21:23 (11:11) unterlag der TSV Vellmar in der Handball-Oberliga dem Drittligaabsteiger TV Kirchzell. Eine Niederlage, die besonders wehtut, denn Kirchzell wäre an diesem Tag sicher zu schlagen gewesen.

In der zweiten Halbzeit und dann auch nach dem Spiel kochte die Volksseele in der Großsporthalle. Grund waren die Entscheidungen der beiden Unparteiischen Arndt/Lapschies (Plesse/Hardenberg).

Es ist sicher immer leicht, nach einer Niederlage auf die Schiedsrichter zu schimpfen. Doch in diesem Fall hatte das durchaus Berechtigung. In einem schnellen Spiel mit zwei äußerst aktiven Abwehrreihen die Bestrafungen recht einseitig zu verteilen, kann nicht in Ordnung sein. Acht Siebenmeter gegen Vellmar, drei gegen Kirchzell, fünf Zweiminutenstrafen (davon allerdings zwei wegen Meckerns) gegen Vellmar, nur eine davon gegen den TV Kirchzell.

Der TSV Vellmar zeigte gegen den Drittligaabsteiger sicher eines der besten Spiele der Saison. Die Abwehr spielte überragend, Christian Gumula war einen Tag nach seinem 33. Geburtstag in Hochform. Auch im Angriff sind die Vellmarer gegenüber vergangenen Tagen kaum wiederzuerkennen. Allerdings leistete man sich doch den einen oder anderen Fehlpass oder -wurf.

Und zwei der Zeitstrafen bekamen die Vellmarer ja wegen „Meckerns“. Verständlich, wenn man sich unberechtigt behandelt fühlt, aber unnötig. Denn immer dann, wenn der TSV in Unterzahl war, kam Kirchzell zu einfachen Toren. Und zur ersten Führung (20:19) in der Schlussphase.

Kirchzell war mit 1:0 in Führung gegangen, doch der TSV Vellmar ließ sich dadurch nicht verunsichern. Nach 25 Minuten stand es 11:8 für die Gastgeber. Doch in Überzahl glichen die Gäste noch bis zur Pause aus. Nach dem Wechsel lag der TSV Vellmar meist mit einem Treffer in Front. Beim 19:17 in Unterzahl durch Kevin Trogisch (46.) schien alles gut. Durch vier verwandelte Siebenmeter in Folge aber drehte Kirchzell die Partie auf 21:19 und auf Sieg.

TV-Trainer Heiko Illian konnte sich nach dem Spiel nur schwer beruhigen. „Wir haben heute sieben gegen neun gespielt, das war ein Affront gegen Nordhessen“, sagte der Coach. „So etwas hat die Mannschaft nicht verdient.“

Vellmar: Gumula, Becker (Siebenmeter 29.); Kirkemann, Vukasin (n.e.), Munoz 3, Rochel 3/1, Hujer 1, Brückmann, Cuncic 4, Stumbaum 1/1, Trogisch 5, Botte 2, Körber 2

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