Northeim macht es nach 4:0-Führung noch unnötig spannend

5:4! Zitterpartie in Spelle

+
Sehenswert: Melvin Zimmermann steuerte zum 5:4-Auswärtssieg seiner Eintracht in Spelle einen Treffer bei. Unser Bild entstand bei einem Heimspiel im Gustav-Wegner-Stadion.

Spelle. Eintracht Northeim hat seine Ansprüche auf einen Platz in der Spitzengruppe der Fußball-Oberliga am Sonntag untermauert. Das Team gewann beim SC Spelle-Venhaus in einem verrückten Spiel nach 4:0-Führung mit 5:4 (1:0) und kletterte auf Platz vier.

„Letztlich geht unser Sieg in Ordnung. Wir waren spielerisch die bessere Mannschaft“, ordnete Teammanager Hartmut Denecke die kuriose Partie ein. „Nach dem 4:0 haben wir zu viele individuelle Fehler gemacht. Das 1:4 haben wir noch relativ unbeeindruckt hingenommen. Nach dem 2:4 hat Spelle die zweite Luft bekommen, und nach dem 3:4 war plötzlich wieder alles möglich. Letztlich hat uns das schnelle 5:3 von Nils Hillemann gerettet“, berichtete Denecke.

Weil die Northeimer mit Verspätung in Spelle ankamen, begann die Partie mit zehnminütiger Verzögerung. Doch das hinderte die Gäste nicht daran, schnell auf Betriebstemperatur zu kommen. Schon nach sieben Minuten führte die Eintracht. Einen Schuss von Melvin Zimmermann konnte Spelles Keeper noch parieren, beim zweiten Nachsetzen Mehdi Mohebiehs musste er sich aber doch geschlagen geben. Dass diese Führung bis zur Pause hielt, war durchaus etwas glücklich. Spelle hatte mehr vom Spiel, war im Abschluss aber nicht clever genug.

Als nach dem Wechsel erneut Mohebieh (49.), Hillemann (52.) und Zimmermann (54.) im Eiltempo sogar auf 4:0 erhöhten, schien der Dreier in trockenen Tüchern. Doch Pustekuchen! Sascha Wald (66.) und Florian Hoff (68.) machten es wieder spannend. Selbst das 5:3, das Hillemann wiederum keine 60 Sekunden später gelang, brachte noch nicht die ersehnte Ruhe in das Spiel. Spätestens das 4:5 durch den dritten Treffer von Wald (77.) machte die Begegnung für die Gäste zu einer Zitterpartie.

Doch nach den neun Treffern hatten die Kicker wohl genug. Spelle-Venhaus drängte auf den Ausgleich, Northeim konterte - beides blieb in der Schlussphase jedoch ohne Erfolg. Denecke: „Am Ende haben wir defensiv wieder viel besser gestanden.“

Eintracht: Reinhardt - K.-N. Marx (72. Ziegler), S. Marx, Gemende, N‘Diaye - Horst, Persch (84. Zackenfels) - Mohebieh, Braun, Hillemann (90. Sinram-Krückeberg) - Zimmermann.

Tore: 0:1 Mohebieh (7.), 0:2 Mohebieh (49.), 0:3 Hillemann (52.), 0:4 Zimmermann (54.), 1:4 Wald (57.), 2:4 Wald (66.), 3:4 Hoff (68.), 3:5 Hillemann (69.), 4:5 Wald (77./Foulelfmeter). (mwa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.