Fußball-Oberliga: Alles nur noch viel schlimmer

Göttingen 05 taumelt durch die Liga / Zufriedene Eintracht

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Verbissener Zweikampf: Der 05er Marco Akcay (links) versucht, sich gegen Drochtersens Jannes Elfers durchzusetzen.

Northeim/Göttingen. Die Hoffnung schwindet mehr und mehr – die Hoffnung für Fußball-Oberligist Göttingen 05 auf den Klassenerhalt. Nachdem nun der VfL Oldenburg beim bisherigen Spitzenreiter VfV Hildesheim mit einem überraschenden 1:0-Sieg dreifach gepunktet hat, ist der Abstand für die Göttinger auf einen Nichtabstiegsplatz auf gewaltige 15 Punkte angewachsen. Da muss man schon an den Weihnachtsmann glauben, sollten sich die Schwarz-Gelben dann in der Rückrunde noch den Klassenerhalt sichern.

Und legt man die (Nicht)-Leistung bei der desaströsen 0:7-Klatsche gegen den neuen Spitzenreiter SpVgg Drochtersen/Assel zugrunde, muss einem Angst und Bange werden. Realistisch sollten die Verantwortlichen sich spätestens jetzt Gedanken für die kommende Saison in der Landesliga machen.

Dass nun beim Spiel gegen Drochtersen Trainer Martin Wagenknecht nicht auf der Bank saß, sondern bei einem Stützpunkt-Turnier weilte, hatte er angekündigt bei seinem Amtsantritt. Das wussten also die 05-Verantwortlichen. Wirkte das Team daher hilf- und orientierungslos?

Was hat sich nun geändert nach der Demission von Trainer Najeh Braham? Dieser holte in den ersten elf Oberligaspielen sechs Punkte. Und Wagenknecht nach seinem Amtsantritt in sechs Partien? Null Punkte! Wagenknecht wollte die Defensive stärken. Unter Braham kassierten die 05er in elf Spielen 26 Tore, unter Wagenknecht in sechs Partien ebenfalls 26 Gegentreffer...

Pechvogel Dennis Flügge

Während die gebeutelten Göttinger am nächsten Sonntag planmäßig nochmal zu einem Nachholspiel gegen Uelzen ran sollen, hat sich Eintracht Northeim mit dem 0:0 bei Lupo Martini Wolfsburg bereits in die Winterpause verabschiedet. „Wir sind mit unserem Abschneiden sehr zufrieden“, bilanzierte Team-Manager Hartmut Denecke nach dem Remis in der VW-Stadt. In den bisherigen 1620 Minuten in der Oberliga hat sich der Aufsteiger hervorragend bewährt.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es dann aber doch. Dennis Flügge, der eine Woche zuvor noch den 1:0-Sieg in Uelzen eingetütet hatte, verletzte sich in Wolfsburg am linken Knöchel und musste ins Krankenhaus. „Dennis hat sich wohl das Außenband gerissen. Genaueres wissen wir aber erst, wenn ihn Mannschaftsarzt Dr. Stinus nochmal untersucht hat“, sagte Denecke.

Flügge avancierte damit zum Northeimer Pechvogel. Für Januar war bei ihm ohnehin eine Operation geplant. Allerdings am rechten Knöchel, in dem ebenfalls das Außenband Probleme macht. Nun sind beim Ex-Uelzener sogar beide Knöchel lädiert. Allerdings hat er ja jetzt auch Zeit bis zum 1. März, ehe seine Eintracht aus der Winterpause wieder zurück auf die Oberligabühne tritt. (mwa/wg-gsd))

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