Fußball-Oberliga: Freude bei den Göttingern / Gebrauchter Tag für Eintracht Northeim

Die SVG atmet tief durch

Harter Zweikampf: Göttingens Jan Niklas Linde (links) wird in dieser Szene von Oldenburgs Marten Schmidt etwas rustikal gebremst und fliegt bäuchlings auf den Rasen. Foto: Jelinek/gsd

Northeim/Göttingen. Tief durchgeatmet wurde von allen Seiten am Göttinger Sandweg. Nach dem ersten Saisonsieg mit dem hart erkämpften 2:1 gegen den bis dato Tabellenzweiten VfL Oldenburg verließ die SVG Göttingen immerhin den letzten Tabellenplatz in der Fußball-Oberliga und hofft, dass dieser Sieg ein Brustlöser für die kommenden Aufgaben ist.

Einen gebrauchten Tag hingegen erlebte der FC Eintracht Northeim am Sonntag. Als wäre die 0:5-Pleite der U 23 in der Bezirksliga gegen die SG Bergdörfer nicht schon genug, mussten auch die Oberliga-Kicker bei Arminia Hannover mit dem 0:2 die zweite Saisonniederlage hinnehmen.

Die war gleichbedeutend mit dem Verlust der Tabellenführung an den 1. FC Wunstorf und zudem vollauf verdient, wie Trainer Malte Froehlich gestand. „Wir hätten schon nach der ersten Halbzeit genau genommen gut und gerne mit 0:3 hinten liegen können. Mit viel gutem Willen kann man vielleicht sagen, dass wir in den letzten zehn Minuten wenigstens etwas gefährlicher nach vorn gespielt haben. Aber das war einfach viel zu wenig. Wir hätten heute vermutlich nie ein Tor geschossen. Hannover hat auf jeden Fall völlig verdient gewonnen“, konstatierte er nach der Niederlage.

Etwas überrascht ob der guten Leistung seiner Jungs war Arminia-Coach Murat Salar. „Wir haben ein von Grund auf neu formiertes Teams. Aus unserer heutigen Startelf waren nur drei Jungs in der letzten Saison schon dabei. Und ich muss sagen: Meine Mannschaft hat das wirklich überragend gemacht. Wir waren von Anfang bis Ende voll konzentriert und haben keine richtige Chance der Northeimer zugelassen.“

Schwächung nach Roter Karte

Ein Wermutstropfen fiel gleichwohl auf den ersten Dreier für das Team von Trainer Knut Nolte. Auf den mit drei Treffern bisher erfolgreichsten Torschützen in dieser Saison, den Ex-Nörtener Lucas Duymelinck, müssen die Schwarz-Weißen nach dessen Roter Karte mindestens in den nächsten zwei Spielen, so vermutet SVG-Fußball-Abteilungsleiter Thorsten Tunkel, verzichten. Zweifellos eine Schwächung für die SVGer. Duymelinck hatte nach dem 1:1-Ausgleich des VfL im Mittelkreis einem Oldenburger Spieler ins Gesicht gefasst, so hat es auch der Wolfenbütteler Schiedsrichter Julian Lüddecke im Spielbericht eingetragen.

Riesig gefreut hat sich Nolte über den Auftritt des erst 19-jährigen Yannick Hogreve, der noch in der vergangenen Saison für die A-Junioren von Göttingen 05 spielte. Er bereitete nicht nur das wichtige Führungstor vor, er setzte sich auch häufig im Zweikampf erfolgreich durch als zweiter Sechser neben Marco Galante. „Wir haben endlich einmal über fast die gesamten 90 Minuten Konstanz in unser Spiel bekommen, die Fehlerquote minimiert und unsere wenigen Chancen genutzt“, so der SVG-Coach. (mwa-wg/gsd).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.