Fußball-Oberliga: Sieg nach zwei Führungen gegen Osnabrück aus der Hand gegeben

SVG bleibt ungeschlagen

Hängengeblieben: Göttingens Torschütze zum 1:0, Yannik Freyberg (links), ist hier im Zweikampf gegen Osnabrücks Arber Mustafa zweiter Sieger. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Zwei Führungen zum 1:0 durch Flügelflitzer Yannik Freyberg in der 62. Minute und auch zum 2:1 durch den eingewechselten Ali Ismail (76.) reichten am Ende gegen die Drittliga-Reserve des VfL Osnabrück nicht, um weiterhin Spitzenreiter in der Fußball-Oberliga zu bleiben. Lupo Martini Wolfsburg und auch Germania Egestorf-Langreder zogen am Aufsteiger in der Tabelle vorbei. Gleichwohl bleiben die Schwarz-Weißen weiterhin ungeschlagen in der fünften Liga.

„Wir wussten, dass die Osnabrücker stark sind. Aber wenn man zweimal führt, muss man letztlich auch gewinnen“, ärgerte sich SVG-Trainer Knut Nolte schon ein wenig über die beiden Punktverluste. Doch schon in den ersten 20 Minuten deutete sich an, dass dieser Nachmittag ein schweres Stück Arbeit für die Gastgeber würde. Sie fanden lange nicht ins Spiel, benötigten 25 Minuten, um auch endlich in die Vorwärtsbewegung zu kommen. Bis zu diesem Zeitpunkt hätten die Gäste durch Pascal Richter führen können, doch der verzog aus rechter Position nach 21 Minuten ganz knapp.

Punkt für Osnabrück verdient

„Ich muss zugeben, dass sich Osnabrück den Punkt verdient hat“, musste Nolte sich ehrlicherweise eingestehen. Gleichwohl wäre sein Team kurz vor der Pause fast in Führung gegangen, doch Stephan Kaul scheiterte aus aussichtsreicher Position an Osnabrücks Keeper Carsten Kuhn.

Nach dem Wechsel verhinderte SVG-Torwart Denny Cohrs den Rückstand, als er in letzter Sekunde vor VfL-Torjäger Deniz Taskesen rettete. In der 62. Minute jubelten die Göttinger Anhänger, nachdem Freyberg nach perfektem Pass von Florian Evers die 1:0-Führung gelungen war, im übrigen Freybergs inzwischen schon fünftes Saisontor. Doch nur sechs Minuten später war es Taskesen, der einen Patzer in der Göttinger Defensive nutzte und aus spitzem Winkel das 1:1 markierte. Als dem in der 68. Minute für Evers eingewechselten Ali Ismail in der 76. Minute im Nachsetzen die erneute Führung für die SVG gelang, schien Ismail erneut der Joker für sein Team zu sein wie schon vor zwei Wochen beim 4:2 gegen den VfL Bückeburg. Doch nur eine Minute später patzte der zu zögerlich agierende Cohrs gegen den ebenfalls eingewechselten Tugay Gündogan, der mit dem Kopf eher am Ball war und so das 2:2 erzielte.

Zu früh gejubelt

„Wir hätten dieses 2:2 aber schon im Ansatz verhindern müssen“, kritisierte Nolte die Unkonzentriertheiten seiner Spieler, die wohl mit ihren Gedanken noch beim Torjubel zum 2:1 waren und schon innerlich den Sieg feierten.(gsd)

Von Walter Gleitze

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