Fußball-Oberliga: Der Bus bringt drei Punkte

Northeim überzeugt mit einer starken Defensive in Wolfsburg

Mit geballter Kraft zu drei Auswärtspunkten: Nach früher Roter Karte gegen Kapitän Horst verteidigte Northeim in Wolfsburg 75 Minuten mit Mann und Maus. Zur Belohnung gab’s den Dreier. Das Bild entstand beim Heimsieg gegen Oldenburg. Archivfoto: zij

Northeim/ Göttingen. Unterschiedlicher hätte der Start in die Rückrunde für die heimischen Teams in der Fußball-Oberliga kaum laufen können.

Während die SVG Göttingen auch im ersten Spiel unter Neu-Trainer Jan-Philipp Brömsen daheim mit 1:4 gegen den SSV Vorsfelde unterging, feierte die Northeimer Eintracht bei den zuletzt starken Italienern von Lupo Wolfsburg einen nicht unbedingt erwarteten 1:0-Erfolg.

„Damit haben wir nach dem Sieg im Hinspiel sechs Punkte gegen eine der spielstärksten Mannschaften der Liga geholt“, bilanzierte Coach Philipp Weißenborn stolz. Und das konnte er auf seine Jungs auch sein, schließlich waren die Rahmenbedingungen doch über 75 Minuten alles andere als gut.

Nach ganz starken ersten zehn Minuten und der Führung durch Grunert (7.) lief eigentlich alles gegen die Gäste. Kapitän und Abwehrchef Christian Horst sah Rot, weil er den Ball mit seiner Hand daran hinderte, zum Ausgleich im Netz zu landen (14.). Doch damit rettete er letztlich die drei Punkte. Denn der anschließend gegen Petrus Amin von Jannik Strüber parierte Elfmeter war der Beginn einer regelrechten Abwehrschlacht der Northeimer.

Herausragender Akteur war dabei der Eintracht-Schlussmann. „Jannik hat heute auf jeden Fall seine beste Saisonleistung gezeigt“, lobte Weißenborn seinen Keeper, der sich immer wieder mit allem, was er hatte, in die Lupo-Abschlüsse warf – mit Erfolg!

„Das hatte zugegebenermaßen mit Fußball wenig zu tun. Nach dem Platzverweis haben wir den sprichwörtlichen Bus vor unserem Tor geparkt und mit Mann und Maus verteidigt. Und letztlich haben wir in ein paar Situationen auch das nötige Quäntchen Glück gehabt, dass Lupo nicht getroffen hat“, gestand Weißenborn.

Für das letzte Spiel des Jahres am Sonntag daheim gegen Cloppenburg hat er nun nur einen einzigen Wunsch: drei Punkte! Dann wäre auch endlich die nun bereits zehn Spiele anhaltende Serie beendet, in der sich bei der Eintracht stets Sieg und Niederlage abwechseln.

„Ich kann doch in einer Woche nicht alles verändern“, lautete das Fazit des neuen SVG-Coaches Brömsen nach der zehnten Niederlage des Tabellenletzten im 15. Saisonspiel. Nun sind es schon acht Punkte, die die Sandweg-Elf vom rettenden zwölften Tabellenplatz trennen.

Dass fünf Stammspieler gegen Vorsfelde gefehlt haben, war den einmal mehr völlig verunsicherten SVG-Spielern schon anzumerken. „Wir haben 50 Minuten lang ganz ordentlich gespielt, hatten auch in vielen Szenen gute Ansätze. Ärgerlich aber der Pfostenschuss von Kapitän Evers, der das 2:2 bedeutet hätte“, blickte Brömsen, der an der Seitenlinie sehr engagiert immer wieder auf seine Spieler einzuwirken versuchte, noch einmal zurück. (mwa-wg/gsd)

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