Fußball-Oberliga: Brömsen-Debüt misslingt

SVG Göttingen verliert zum Einstand des neuen Trainers mit 1:4

Nur zweiter Sieger in diesem Duell: Göttingens Jonas Grüneklee (rechts) gegen Vorsfeldes Michel Haberecht. Der SVGer verkürzte in der 30. Minute zwischenzeitlich auf 1:2, was den misslungenen Einstand von Trainer Brömsen nicht verhinderte. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Zwar gingen Anfang der zweiten Halbzeit die Lichter am Kunstrasenplatz im SVG-Stadion an, doch leider hatte dies keinen Symbolcharakter. Vielmehr scheinen die Lichter bei der SVG Göttingen in der Fußball-Oberliga sportlich allmählich auszugehen, denn im ersten Rückspiel verlor das Team unter ihrem neuen Trainer Jan-Philipp Brömsen gegen Aufsteiger SSV Vorsfelde sang- und klanglos mit 1:4 (1:2).

Damit verharren die Schwarz-Weißen weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz, und das rettende Ufer rückt mehr und mehr in weite Ferne.

Nein, der Einstand von Brömsen geriet völlig daneben. Doch wie auch? Innerhalb einer Woche konnte auch er keine Wunder bewirken. Indes wirkten die Aktionen der Gastgeber zumindest in den ersten 50 Minuten zwingender als in den Spielen zuvor. Doch wieder machten eklatante Abwehrschwächen die Bemühungen, zumindest mal einen Punkt zu ergattern, einmal mehr zunichte. So stand Vorsfeldes Torjäger Dennis Pollak in der 18. Minute beim 0:1 völlig blank und konnte das Leder ungehindert nach einer Rechtsflanke von Michel Haberecht mit Direktschuss ins obere Toreck wuchten.

Umstrittener Handelfmeter

Mit einem Handelfmeter erhöhte Pollak mit seinem elften Saisontreffer zum 2:0 (28.). Nach einem Freistoß hatte Lamine Diop mit den Armen sein Gesicht schützen wollen, bekam den Ball gegen diese, was Schiedsrichter Kevin Dickscheid als Handspiel wertete und Diop gar noch die gelbe Karte zeigte. Hoffnung, das Spiel noch einmal spannend zu machen, keimte auf, als Jonas Grüneklee der 1:2-Anschlusstreffer nur zwei Minuten später gelang. Grüneklee hatte von der Strafraumgrenze abgezogen, der Ball schlug unten rechts im Vorsfelder Gehäuse ein.

Nach dem Wechsel Pech für die Göttinger. Kapitän Florian Evers setzte in der 56. Minute einen direkten Freistoß aus halbrechter Position an den kurzen Pfosten, es wäre das zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient 2:2 gewesen. Nur vier Minuten später die Vorentscheidung, als Rocco Tuccio nach einer Linksflanke völlig freistehend nur den Fuß hinhalten musste und auf 3:1 für die Gäste erhöhte. Und wiederum nur zwei Minuten später foulte Innenverteidiger Julian Keseling Vorsfeldes Stürmer Ange Alix Koua Koutou am Elfmeterpunkt. Schwerwiegende Folge: Foulelfmeter und die gelb-rote Karte für den Göttinger. Pollak ließ sich auch diese Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zum 4:1 mit seinem nunmehrzwölften Saisontor.

SVG mit zu vielen Defiziten

„Man hat die deutlichen Defizite in der Mannschaft gesehen, die ich versuchen werde, mit der Mannschaft in den nächsten Trainingseinheiten zu reduzieren und auch abzustellen“, so Brömsen. (gsd)

Von Walter Gleitze

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