Fußball-Oberliga: SVG Göttingen mit einem dürftigen 1:1 gegen den TB Uphusen

Cohrs hält einen Punkt fest

Ins Stolpern geraten: Göttingens Torschütze zum 1:0-Zwischenstand, Yannik Freyberg (am Ball), wird von Uphusens Sebastian Koltonowski (8) und Bastian Helms gestoppt. Interessierter Beobachter ist SVG-Kapitän Florian Evers (rechts).  Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Für die SVG Göttingen wird die Luft in der Fußball-Oberliga immer dünner. Gegen den Tabellenvorletzten TB Uphusen kamen die Schwarz-Weißen nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Dabei hielt SVG-Torwart Denny Cohrs mit einem gehaltenen Foulelfmeter in der 82. Minute sogar noch einen Punkt fest und bügelte damit seinen Fehler aus. Denn er selbst hatte den Strafstoß verursacht, sah dafür aber nur die Gelbe Karte.

„Eine Unverschämtheit von meiner Mannschaft. Die spielt 70 Minuten in Überzahl und will den Ball ins Tor tragen. Da einen Haken zu viel, dort einen Haken zuviel, da quer gespielt“, schimpfte SVG-Trainer Knut Nolte wie ein Rohrspatz.

Zwei Rote Karten

Dabei begann diese Partie am Sandweg mit einem Paukenschlag. Nach 98 Sekunden sah nämlich Uphusens Torwart Jasin Jashari nach einer Notbremse an Yannik Freyberg die Rote Karte. Doch die Gastgeber waren selten einmal in der Lage, die nun noch dichter stehende Abwehr der Gäste entscheidend zu knacken. Dies gelang zumindest ein Mal kurz vor der Pause, als Josu de las Heras Vicuña von rechts flankte und Freyberg mit seinem sechsten Saisontor per Kopf die Führung erzielte.

„Wir wollten dem Gegner mit Flügelspiel beikommen. Das ist uns leider nicht gelungen“, bedauerte Nolte, dessen Team den Abstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz zumindest um einen auf vier Punkte trotz dieser katastrophlen Leistung anwachsen lassen konnte.

Nach dem Wechsel bemühten sich zwar die Göttinger, das 2:0 nachzulegen. In der 50. Minute wäre dies auch fast gelungen, doch anstatt selbst aus aussichtsreicher Position zu schießen, legte Freyberg, der insgesamt trotz seines Treffers unglücklich agierte, mit der Hacke quer – doch nicht zum eigenen Mitspieler. Die Uphusener verlegten sich auf Konter, die stets gefährlich waren, weil die SVG-Abwehrspieler häufig viel zu weit aufrückten. So stand Bastian Helms in der 64. Minute mutterseelenallein und versenkte das Leder ins kurze Toreck.

In der 73. Minute sah auch der Göttinger Innenverteidiger Julian Keseling Rot, weil er nach einem Stellungsfehler der eigenen Abwehr sich nicht anders zu helfen wusste, seinen Gegenspieler festzuhalten. Ähnliches geschah dann auch noch in der 82. Minute, als Cohrs den Gästespieler Sebastian Koltonowski von den Beinen holte. Den völlig unumstrittenen Strafstoß, getreten von Max Wilschrey, fischte der SVG-Keeper reaktionsschnell aus dem linken Toreck. (gsd)

Von Walter Gleitze

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