Sonntag ab 14 Uhr planmäßig Heimspiel gegen den MTV Gifhorn

Coronapatient Timo Hübers von Hannover 96 sah Eintracht Northeim in Hildesheim zu

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Wird Sonntag wieder gejubelt? Retwan Defli (vorn) und Melvin Zimmermann im Heimspiel gegen Spelle. Nun geht es gegen Gifhorn.

Northeim – MTV Gifhorn! So heißt der nächste Gegner des FC Eintracht Northeim in der Fußball-Oberliga. Anpfiff der Partie ist planmäßig am Sonntag um 14 Uhr im heimischen Gustav-Wegner-Stadion.

Das Wichtigste vorab: Hat das Coronavirus Auswirkungen auf das Spiel?

Ja, wenn auch (noch) lediglich über Umwege. Mittwoch bekam die Eintracht eine folgenschwere Nachricht. Timo Hübers, Spieler bei Hannover 96 und mittlerweile als erster bestätigter Coronapatient im deutschen Profifußball bekannt, war am Sonntag unter den 1300 Zuschauern in Hildesheim, als Northeim dort 1:1 spielte. Dabei könnte er theoretisch natürlich Kontakt zu Northeimer Spielern oder den rund 40 mitgereisten Fans gehabt haben. Die Folge: Der Verein nahm prompt Kontakt mit allen Beteiligten auf. Daraufhin konnte zumindest vorläufig Entwarnung gegeben werden, wie Vorsitzender Tim Schwabe bestätigte.

Ist die Austragung der Partie gefährdet?

Nach aktuellem Stand nicht. Das kann sich aber, wie die vergangenen Tage gelehrt haben, ganz schnell ändern. Donnerstag sagte beispielsweise der norddeutsche Fußballverband den kompletten Spieltag der Regionalliga ab. Der Deutsche Fußballverbband und die Landesverbände hatten bereits zuvor alle Vereine aufgefordert zu prüfen, ob es Spieler gibt, die in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Falls ja, lautet die Empfehlung, die Kicker unabhängig von etwaigen Symptomen für zwei Wochen weder an Spielen noch am Trainingsbetrieb teilnehmen zu lassen.

Wie ist die sportliche Ausgangslage vor dem Spiel?

Die Eintracht hat durch das 1:1 bei Tabellenführer Hildesheim aufhorchen lassen. In Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Simon Schneegans war dies ein dickes Ausrufzeichen. Dennoch ist die Lage für den Tabellen-16. (19 Zähler) nach wie vor ernst. Drei Punkte trennen die Truppe des neuen Trainerduos Nils Reutter/Jan Ringling noch vom rettenden 14. Platz. Einen großen Schritt in diese Richtung will man gegen die zehntplatzierten Gifhorner machen, die (bei drei weniger ausgetragenen Spielen) fünf Zähler weiter oben zuhause sind.

Wie ist Gegner Gifhorn in Schuss?

Das kann man nur schwer einschätzen. Der MTV hat erst ein einziges Pflichtspiel in diesem Jahr hinter sich. Nach dem 3:1-Sieg gegen Lupo Martini Wolfsburg am 9. Februar fielen alle weiteren Auftritte aus. So gab es zuletzt lediglich Testspiele. Vergangenen Sonntag kassierte Gifhorn ein 0:4 bei Regionalligist Havelse. Eine Woche zuvor verlor die Truppe 2:3 bei Landesligist Lengede. Doch diese Partien sind ein Muster ohne Wert, die den Leistungsstand kaum beschreiben.

Wie endete das Hinspiel zwischen diesen Klubs?

Der erste Vergleich blieb ohne Sieger. Am 6. Oktober hatte Marc-Yannik Grunert (36.) die Northeimer in Führung geschossen. Doch Malte Leese glich kurz nach Wiederbeginn aus (48.).

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