Fußball-Oberliga: Doch noch versöhnlich

Eintracht Northeim und die SVG beschließen den April mit Siegen

Hoch in der Luft: Martin Wiederhold (rechts) steuerte einen Treffer zum 4:3 Northeims gegen Bersenbrück bei. Foto: osx

Northeim/Göttingen. Bis zum Samstagnachmittag geriet der April nicht unbedingt in den Verdacht, der Lieblingsmonat von Fußball-Oberligist FC Eintracht Northeim zu werden.

Aus vier Spielen hatte die Truppe bis dato nur einen mageren Punkt geholt. Doch dann war wenigstens der Monatsabschluss versöhnlich, weil die Northeimer den Titelkandidaten aus Bersenbrück in einem überaus unterhaltsamen Spiel mit 4:3 (0:1) besiegten. Erfolgreich schloss auch der Tabellenletzte SVG Göttingen den April mit einem 2:1-Auswärtssieg beim TuS Sulingen ab.

Mit einem Lächeln im Gesicht hatte Northeims Trainer Philipp Weißenborn nach der Begegnung dennoch eine nicht ganz ernst gemeinte Kritik in Richtung Doppel-Torschütze Marc-Jannick Grunert parat. „Du hättest heute mindestens vier Tore machen müssen – ungelogen.“ Der nahm den Seitenhieb seines Coaches locker. „Er hat ja recht. Vier oder fünf waren drin. Zwei sind es geworden und wir haben das Spiel gewonnen. Also alles gut.“

Kompliment vom Trainer

In der Halbzeitpause hatte Weißenborn fast so etwas wie hellseherische Fähigkeiten bewiesen. „Er hat uns gesagt, dass es, wenn wir erstmal ein Tor gemacht haben, am Ende auch locker vier werden können“, berichtete Grunert. So kam es. Die Eintracht drehte das 0:1 in eine 4:1-Führung. Das nötigte dem Trainer ein Kompliment ab. „Mit dem Pausenrückstand und den Ergebnissen der vergangenen Wochen im Rücken war das eine riesige Leistung. Respekt vor dem Charakter dieser jungen Mannschaft. Dann in der zweiten Halbzeit so aufzutreten und vier Tore zu machen - das war einfach ganz, ganz stark.“

Den überhaupt erst ersten Auswärtssieg in dieser Saison feierte das Team von Spielertrainer Nicola Grimaldi gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten TuS Sulingen. Doch dieser Dreier dürfte einfach zu spät kommen für den Tabellenletzten, dem bei noch fünf ausstehenden Spielen immer noch zehn Punkte zum rettenden Ufer fehlen.

Stand heute ist, dass es vier Absteiger gibt. Möglich aber, dass es nur drei Absteiger sind. Das hängt davon ab, ob aus der Regionalliga ein Team in die Oberliga Niedersachsen absteigt und ob auch der Zweitplatzierte der Oberliga über die Relegation neben dem Meister aufsteigt.

SVG beim TB Uphusen

Bereits am Mittwoch müssen die Schwarz-Weißen wieder ran. Um 18.30 Uhr wird die Nachholpartie beim Tabellenelften TB Uphusen angepfiffen. Fehlen wird weiterhin Außenstürmer Yannik Freyberg aufgrund von Schulterproblemen. Ali Ismail sitzt eine Gelbsperre ab. Ansonsten aber ist der Kader komplett. „Wichtig ist es, dass wir uns würdevoll, wenn wir denn den Abstieg nicht vermeiden können, aus dieser Liga verabschieden und mit einem guten Gefühl“, sagt SVG-Fußballabteilungsleiter Thorsten Tunkel. „Wir wollen nämlich mit gutem Gewissen dann in die neue Saison starten.“

Der Kader der Schwarz-Weißen für die dann neue Saison in der Landesliga umfasst jetzt schon 17 Spieler. Nichts wird also dem Zufall überlassen am Sandweg, daher auch die frühen Personalplanungen bei der SVG. Der neue Trainer Dennis Erkner (derzeit SC Hainberg) rechnet damit, dass er mit einem Kader von 22 Spielern in die neue Spielzeit starten kann. (mwa-wg/gsd)

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