Fußball-Oberliga: Eintracht reichen zehn Minuten zum Heimsieg/ SVG am Boden

Drei Punkte, sonst nichts

Kopfballduell: Oldenburgs Lennart Blömer gegen den Northeimer Silvan Steinhoff. Nach zuvor drei Heimpleiten gelang der Eintracht mal wieder ein Sieg. Foto: zij

Northeim/ Göttingen. Die Vorzeichen waren sicher nicht die Besten: Nach zuvor drei Heimniederlagen in Serie und dem jüngsten 0:1 bei Aufsteiger Sulingen in der Vorwoche hatte Fußball-Oberligist Eintracht Northeim am Sonntag den bis dato die Tabelle anführenden VfL Oldenburg im Gustav-Wegner-Stadion zu Gast. Und als der nach 80 Minuten immer noch mit 1:0 führte, hätte wohl niemand mehr darauf gewettet, dass die Heimelf dieses Duell noch 3:1 gewinnt.

Tat sie aber. Und das ärgerte Gästecoach Dario Fossi ziemlich. „Wir waren 80 Minuten die bessere Mannschaft. Dann treten wir zwei Mal über den Ball und holen Northeim damit selbst zurück. Der Sieg der Eintracht ist aus meiner Sicht unverdient. Aber die Niederlage wirft uns nicht um. Wir wissen, wo wir herkommen. Wir spielen eine tolle Saison und hätten gern einen Punkt mitgenommen. Aber wer solche Fehler macht, darf sich nicht beschweren, wenn er doch noch verliert.“

Einen etwas anderen Blick auf die 90 Minuten hatte sein Northeimer Trainerkollege Philipp Weißenborn. „Ich habe uns nicht so schlecht gesehen. Wir wollten defensiv unsere Ordnung halten. Das ist uns ganz gut gelungen. Wir haben in den letzten drei Spielen nur drei Gegentreffer bekommen. Früher waren es pro Spiel durchschnittlich drei. Genau davon wollen wir ja weg. Ich möchte keinen überragenden Auftritt der Jungs sehen, wenn wir dann aber leider 4:5 verlieren. Dann spiele ich lieber nicht ganz so toll, gewinne aber. Was letztlich zählt, sind einzig und allein die drei Punkte.“

Unter dieser Prämisse stehen die drei dieses Jahr noch folgenden Begegnungen der Eintracht in Gifhorn und Wolfsburg sowie daheim gegen Cloppenburg. Weißenborn. „In der Winterpause haben wir dann Zeit, uns wieder ein bisschen mit dem Spielerischen zu beschäftigen.“

Die SVG Göttingen geht dagegen ganz schwierigen Zeiten entgegen. Das 2:9 in Delmenhorst war schlicht eine Frechheit. Auch die Statistik zeigt, dass die Schwarz-Weißen direkten Kurs auf die Landesliga nehmen. Das Schlusslicht ist mit erst zwei Punkten aus sieben Auswärtsspielen das schlechteste Oberliga-Team in der Fremde, das aber auch zuhause fast nie punktet. In sechs Partien gab es magere sieben Punkte.

Kellerduell gegen Celle

Doch es gibt Hoffnung im trüben November für die SVG, deren Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz bereits sieben Punkte beträgt. Zumindest was die Planungssicherheit angeht. Denn wenn die SVG am Sonntag das Heimspiel gegen den Vorletzten Eintracht Celle nicht gewinnt, dann gehen am Sandweg die Lichter aus – noch bevor die Adventszeit überhaupt begonnen hat. (mwa/raw)

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