Fußball-Oberliga: Hinrunde durchaus akzeptabel, in der Rückrunde hingegen katastrophal schlecht

Düstere Statistik bei der SVG

Bester Torschütze: SVG-Kapitän Florian Evers (links), hier gegen Jeddelohs Malte Müller, bestritt als einziger seines Teams alle 30 Oberliga-Spiele und war bei elf Treffern erfolgreichster Torschütze. Archivfoto: zje

Göttingen. Mit Ach und Krach den Klassenerhalt geschafft – so hatte sich die SVG Göttingen die zweite Spielzeit nach dem Wiederaufstieg in der Fußball-Oberliga kaum vorgestellt. „Mit 33 Punkten in der Liga zu bleiben, ist kein Glanzstück“, beurteilte Teammanager Thorsten Tunkel die vergangene Serie sehr kritisch und fügte an: „Das ist kein Grund zum Feiern.“.

Die Statistik belegt die äußerst gebrauchte Saison der Schwarz-Weißen, die eine ordentliche Vorrunde spielten, nach der Winterpause aber genauso einbrachen wie bereits in der vergangenen Spielzeit, als in der Schlussphase noch die Relegationsspiele außer Reichweite gerieten.

20 Punkte in der Hinrunde

In der Vorrunde holte die Mannschaft von Trainer Knut Nolte mit sechs Siegen, zwei Unentschieden und sieben Niederlagen 20 Punkte (23:25 Tore) und damit Platz acht. In der Rückrunde lief indes kaum noch etwas zusammen. Dünne 13 Zähler sprangen noch heraus, es gab nur noch drei magere Siege bei 23:28 Treffern und somit Rückrunden-Rang 14 – der drittletzte. Enttäuschend!

Noch krasser fällt die Heim- und Auswärtsbilanz der Sandweg-Elf aus. Geradezu abstiegsreif ist das Abschneiden vor eigenem Publikum: Zuhause holte die SVG bei 17:28-Toren nur 15 Punkte bei vier Siegen, drei Remis, aber acht Heim-Pleiten – macht Platz 15, der vorletzte! Vor dem Abstieg gerettet haben sich die Schwarz-Weißen in den Auswärtspartien, in denen sie mehr Zähler (18) holten als am Sandweg. Fünf Siege (mehr als zuhause), sieben Unentschieden und nur vier Niederlagen gab es auf fremden Plätzen bei einem positiven Torverhältnis (!) von 29:25, was Platz zehn ergab.

Positiv immerhin, dass die Göttinger 46 Tore erzielten und mit zwei anderen Teams auf Rang acht landen. Bei 53 kassierten Treffern nehmen die SVGer hier Rang elf ein.

Bester Torschütze war Kapitän Florian Evers, der alle 30 Spiele bestritt, mit elf Treffern, gefolgt von Lukas-Alva Kusch, der acht Tore erzielte. Auf sieben Treffer kam Stephan Kaul, sechsmal war Yannick Freyberg erfolgreich. Bemerkenswert allerdings, dass Kusch seine acht Tore in lediglich 733 Minuten erzielte, während Kaul für seine sieben Tore 1598 und Freyberg für seine sechs Treffer immerhin 1944 Minuten benötigten.

15 Spieler im Kader

Personell gibt bei den SVGern einen deutlichen Umbruch. Martin Wiederhold und Florian Mackes wechseln zur Eintracht nach Northeim, Micha Alexander geht ebenso aus beruflichen Gründen wie „Pepe“ Ziegler (Berlin), Tomas Zekas zieht es zum Stadrivalen Göttingen 05, bei dem noch nicht klar ist, in welcher Liga die Schwarz-Gelben in der kommenden Saison spielen. Stürmer Stephan Kaul macht ein Praktikum in Berlin und Oldie und Co-Trainer Jan Hoffmann wird Trainer der zweiten Mannschaft der SVG. Ebenso offen ist, ob Innenverteidiger Julian Keseling bleibt. „Wir haben 15 Spieler im Kader, wollen noch fünf oder sechs Neue holen“, sagt Tunkel. Aus der A-Jugend rückt Jonas Grüneklee ins Herrenteam hoch. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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