Oberliga: Anstoß am Samstag um 14 Uhr

Eintracht Northeim fährt zum Abstiegs-Derby zur SVG Göttingen

Im Hinspiel gab es keinen Sieger. 0:0 trennten sich die Nachbarn im ersten Vergleich. Hier ein Zweikampf von Tristan Heine (vorn links) und Hanno Westfal. Im Rückspiel dürfen gern ein paar Tore mehr fallen. Archivfoto: Kaja Schirmacher
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Im Hinspiel gab es keinen Sieger. 0:0 trennten sich die Nachbarn im ersten Vergleich. Hier ein Zweikampf von Tristan Heine (vorn links) und Hanno Westfal. Im Rückspiel dürfen gern ein paar Tore mehr fallen.

Die letzten 90 Fußballminuten des Jahres warten auf den Oberligisten FC Eintracht Northeim.

Northeim - Und bedeutungsvoller könnten sie kaum sein. Denn die Mannschaft tritt am Samstag ab 14 Uhr nicht bei irgendeinem x-beliebigen Gegner an. Für den letzten Aufgalopp der ersten Saisonhälfte hat sich der Spielplangestalter das prestigeträchtige Derby bei der SVG Göttingen aufgehoben. Wir beantworten vorab die wichtigsten Fragen.

Kann die Partie denn bei der aktuellen Coronalage und dem Regenwetter der vergangenen Tage überhaupt stattfinden?

Ja! Angesetzt ist das Duell zwar offiziell noch für den Rasenplatz, steigen dürfte das Derby aber wohl eher auf dem Kunstrasen. Und auch Corona sollte der Begegnung nicht im Weg stehen. Zwar gilt Warnstufe 2, doch Sport im Freien ist unter 2G-Bedingungen (2G+ in den Kabinen) weiterhin möglich. Zudem hat der niedersächsische Fußballverband darauf verzichtet, den Spielbetrieb aufgrund der Entwicklung der Coronapandemie vollständig zu stoppen. Kommt also nichts mehr dazwischen, kann der Ball am Samstagnachmittag am Sandweg rollen.

Warum ist dieses Spiel so enorm wichtig?

Erstmal ist Eintracht gegen SVG das klassenhöchste Aufeinandertreffen zwischen zwei Fußballklubs, was Südniedersachsen zu bieten hat. Nach so einem prestigeträchtigen Duell will natürlich niemand als Verlierer vom Platz gehen. Hinzu kommt der brisante Spielmodus in dieser besonderen Saison. Die 20 Oberliga-Mannschaften sind aktuell noch in zwei Staffeln aufgeteilt: Hannover/Braunschweig und Weser-Ems/Lüneburg. Nach Hin- und Rückrunde in diesen Staffeln wird neu eingeteilt. Die besten Fünf ziehen jeweils in die Meisterrunde ein, die unteren Fünf gehen in die Abstiegsrunde.

In diese neuen Staffeln werden lediglich die Tore und Punkte mitgenommen, die man gegen Klubs geholt hat, die ebenfalls in der identischen Runde weiterspielen. Direkte Duelle gegen Mitkonkurrenten sind also doppelt wichtig.

Wie sieht es denn in dieser Abstiegsrunde nach aktuellem Stand aus?

Aktuell würde die Eintracht stolze neun ihrer insgesamt zehn geholten Punkte mitnehmen - und wäre damit Vierter. Man könnte sagen: Wenn die Northeimer gepunktet haben, dann in den richtigen Partien. Doch es ist richtig eng in dieser vorläufigen Tabelle. Die SVG bringt als Vorletzter aktuell sieben Zähler mit, könnte aber logischerweise mit einem Heimsieg am Samstag am Gegner vorbeiziehen.

Nach jetzigem Stand müssen sechs von zehn Teams aus der Abstiegsrunde den Gang in die Landesliga antreten. Das macht deutlich, was für ein Hauen und Stechen auf Eintracht, SVG und Co zukommen wird.

Wie endete das Hinspiel?

Das 0:0 am Rhumekanal am 3. Oktober war wahrlich kein fußballerischer Leckerbissen und lässt viel Luft nach oben für das zweite Duell. Die Partie vor damals 360 Zuschauern lebte einzig und allein von der Spannung. Das Ergebnis ging am Ende in Ordnung. Beide Teams belegten allerdings eindrucksvoll, dass ihre Offensivreihen die schwächsten dieser Staffel sind. (Marco Washausen)

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