Eintracht-Fiasko: Nach 4:1 noch 4:5 in Spelle

In Spelle ist immer was los: Eintracht-Routinier Christian Horst (li.) kassierte im ersten Auswärtsspiel der Saison nach einer Drei-Tore-Führung noch eine Niederlage. Foto: zij

Spelle/ Northeim. Spiele in der Fußball-Oberliga beim SC Spelle-Venhaus sind nichts für schwache Nerven. Das erlebten am Sonntagnachmittag auch die Spieler von Eintracht Northeim.

Die hatten sich im vergangenen Jahr nach einer deutlichen Führung zu einem knappen 5:4 gequält – und dabei ihr Glück vermutlich aufgebraucht. Denn im zweiten Saisonspiel der Fußball-Oberliga reichte Eintracht eine Drei-Tore-Führung nicht zum Sieg. Stattdessen kassierte der Tabellenfünfte der Vorsaison eine denkwürdige 4:5 (2:1)-Niederlage.

Es war wieder ein kurioses Spiel in Spelle. Doch anders als im Mai dieses Jahres erlebte Eintracht ein Fiasko. Bis zur 68. Spielminute führten die Northeimer mit 4:1, bevor innerhalb von nur zehn Minuten das schier Unmögliche seinen Lauf nahm. Vier Gegentore bis zur 79. Minute, die alles zunichte machten, was sich die Eintracht vorher herausgespielt hatte. Kein Wunder deshalb, dass Northeims Trainer Wolfgang Schmidt hinterher mächtig sauer war. „Wenn man 4:1 führt, dann muss man sich im Defensivverbund besser verhalten. Bei uns war kein Spieler in der Lage, Souveränität reinzubringen. Spelle war schon tot, die haben wir mit unserem Verhalten wieder aufgebaut.“

Dabei war Schmidt mit den ersten 70 Minuten zufrieden. Nach einem Rückstand drehte Nils Hillemann mit zwei Toren die Partie zu einer 2:1-Pausenführung. „Wir hatten in den ersten 45 Minuten Chancen für mindestens fünf Tore“, bemängelte Schmidt, dessen Team nach dem Seitenwechsel durch Melvin Zimmermanns drittes Saisontor auf 3:1 erhöhte. Und als Yurgen Salfeld einen Elfmeter nach Foul an Hillemann zum 4:1 verwandelte, waren die drei Punkte zum Greifen nahe.

Doch es kam anders: Sascha Walds Freistoß fast von der Eckfahne landete zum 2:4 in den Maschen. Eintracht-Keeper Moritz Köhler sah auch beim zweiten Freistoß von Wald zum 3:4 in die Torwartecke schlecht aus. Fast identisch fielen auch die Speller Tore vier und fünf, die jeweils über die rechte Eintracht-Abwehrseite vorbereitet wurden. Pech dagegen, dass Zimmermann kurz vor dem Schlusspfiff mit seiner Großchance an Spelle-Torhüter Michael Gellhaus scheiterte. Doch da war Northeims Trainer Schmidt längst bedient. „Ich bin stinksauer, dass wir die drei Punkte so leicht verschenkt haben.“

Eintracht: Köhler – Sinram-Krückeberg (81. Diop), Gemende, Salfeld, Strzalla – Ziegler (82. Baar), Braun, Horst (87. Grunert), Mohebieh – Zimmermann, Hillemann.

Tore: 1:0 Menke (18.), 1:1 Hillemann (24.), 1:2 Hillemann (40.), 1:3 Zimmermann (51.), 1:4 Salfeld (65./FE), 2:4 Wald (69.), 3:4 Wald (73.), 4:4 Wald (75.), 5:4 Wald (79.). (raw)

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