Fußball-Oberliga: Niederlage zum Saisonstart

Eintracht Northeim unterliegt Ramlingen-Ehlershausen mit 0:3

Letztlich ohne Chance waren die Northeimer am Mittwochabend im ersten Punktspiel der Saison. Hier geht Tristan Heine zu Boden.
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Letztlich ohne Chance waren die Northeimer am Mittwochabend im ersten Punktspiel der Saison. Hier geht Tristan Heine zu Boden.

Northeim – Eintracht Northeim ist mit einer Heimniederlage in die neue Saison in der Fußball-Oberliga gestartet. Am Mittwochabend verlor der FC mit 0:3 (0:2) gegen den SV Ramlingen-Ehlershausen.

Wie stellte Trainer Jan Ringling seine Mannschaft im ersten Saisonspiel auf?

Auf zwei Positionen musste er ungewollt umstellen. Kapitän Marc-Yannik Grunert war urlaubsbedingt nicht an Bord, Stürmer-Neuzugang Maciej Wolanski zog sich im Abschlusstraining eine Zerrung zu. Auch deshalb stand zum Anpfiff die ziemlich sicher jüngste Eintracht-Mannschaft der Oberliga-Historie auf dem Platz. Durchschnittsalter: 20 Jahre. Der Jüngste: Noah Sander, NFV-Auswahlspieler, der im November seinen 17. (!!!) Geburtstag feiert und nur dank einer Ausnahmegenehmigung dabei sein durfte. Die Ältesten: Raoul Fricke, Maurice Weinhardt und Tristan Heine - alle 23.

Merkte man der Eintracht die erst am Tag vor dem Spiel beendete Corona-Quarantäne an?

Ja. Alles andere wäre aber auch eine Sensation gewesen. Northeim startete super, hatte auch nach dem 0:1 noch gute Offensivaktionen. In der Folge sah man aber deutlich, dass die Vorbereitung alles andere als optimal verlaufen ist. Zwei fehlende Wochen Mannschaftstraining sind nicht einfach so auszubügeln. Gerade mit Blick auf den extrem jungen Kader.

Was tat sich in den 90 Minuten im Gustav-Wegner-Stadion?

Was wäre das für ein Traumstart gewesen! Keine zehn Sekunden dauerte es, bis Northeim die erste dicke Chance hatte. Nach schönem Zuspiel tauchte Rocha allein vor dem Tor auf, schoss Keeper Maluck aber an den Fuß. Das rächte sich. Flanke von der rechten Seite, Fricke will klären, der Ball rutscht über den Fuß und landet im Netz - Eigentor! 0:1 statt 1:0 (5.). Und es kam noch schlimmer. Eckball, abgefälschter Kopfball von Engelbrecht - 2:0 für Ramlingen-Ehlershausen (21.). Mit einem besseren Gefühl in die Pause zu gehen, hatte Niklas Schwab mit der letzten Aktion auf dem Fuß, doch der mittlerweile eingewechselte Torwart Gajda machte sich lang und verhinderte den Anschluss.

Die Hoffnung auf die Wende währte nach dem Wechsel nur Sekunden, dann war erneut Engelbrecht zur Stelle und machte das 3:0. Damit war der Deckel auf der Partie.

Geht das Ergebnis in Ordnung?

Trotz des schnellen Rückstands zeigte die Eintracht Moral. Auch nach den weiteren Gegentreffern war nie zu erkennen, dass die Heimelf sich in ihr Schicksal ergeben würde. Bei allem Engagement muss man aber auch anerkennen, dass die körperlich überlegenen Gäste verdient gewonnen haben. Ein großer Unterschied: Ramlingen nutzte seine Chancen. Daran muss Eintracht Northeim arbeiten. Wer hinten Fehler macht und vorn nicht kaltschnäuzig ist, verliert in aller Regel. (Marco Washausen)

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