Fußball-Oberliga: Sonnenschein in Northeim / „Regenwetter“ am Göttinger Sandweg

Eintracht-Lust, SVG-Frust

Reguläres Tor: Göttingens Lucas Duymelinck (links), hier gegen Wunstorfs Yanik Strunkey, wurde sein Treffer zum 1:1 wegen angeblicher Abseitsstellung aberkannt. Foto: Jelinek/gsd

Northeim/ Göttingen. Während bei der SVG Göttingen nach der 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Wunstorf bereits nach zwei Spieltagen in der Fußball-Oberliga die Alarmglocken läuten, herrscht beim Ligakonkurrenten Eintracht Northeim nach dem 3:0-Auswärtssieg gegen Schlusslicht BV Cloppenburg eitel Sonnenschein.

Zwei Spiele, sechs Punkte, 6:2 Tore! Bei Eintracht Northeim ist man mit dem Saisonauftakt logischerweise vollauf zufrieden. Nach dem 3:2 gegen Lupo Martini gab es am Sonntag ein 3:0 in Cloppenburg. Und dabei zeigten die Jungs von Trainer Malte Fröhlich, dass sie neben einem mitspielenden Gegner wie Lupo auch anders agierende Kontrahenten souverän knacken können. „Wir wussten, dass die Partie sehr körperbetont werden wird – viele Zweikämpfe, viele lange Bälle. Gerade in Halbzeit zwei hatten wir das aber im Griff.“

Von einem leichten Sieg wollte der Coach aber nichts wissen. „So war es nicht. Wir haben bei der einen oder anderen Standardsituation auch ein bisschen Glück gehabt, dass wir kein Gegentor gefressen haben. Sonst wäre das ’ne heiße Kiste geworden.“

Niedergeschlagen wirkte Cloppenburgs Trainer Petar Kosturkov, der seiner Truppe, der auch im dritten Pflichtspiel kein Treffer gelang, eine starke erste Halbzeit attestierte. „So ein 0:3 tut natürlich weh. Ich denke aber, dass die Niederlage für uns am Ende zu hoch ausgefallen ist. Wir müssen den Kopf oben behalten. Nicht jeder Gegner ist so stark wie Northeim.“

Schweres SVG-Programm

Dass die Saison für die SVGer kein Zuckerschlecken werden würde, war den Verantwortlichen von vornherein klar. Dass die Schwarz-Weißen sich aber schon beim Saisonstart mit dem 2:4 bei Aufsteiger SSV Vorsfelde blamieren würden und sich damit gleich unter Druck setzen ließen, hätte wohl auch niemand so recht geglaubt.

Gleichwohl bewies das Team von Trainer Knut Nolte bei der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen Wunstorf, spielerisch draufpacken zu können. So war denn Nolte mit der Leistung seiner Elf durchaus zufrieden. Ärgerlich allerdings, dass das Schiedsrichtergespann den Ausgang des Spiels entscheidend beeinflusste. Ein reguläres Tor vom Nörtener Neuzugang Lucas Duymelinck erkannte der Osnabrücker Schiedsrichter Tobias Stobbe wegen angeblicher Abseitsstellung nicht an und übersah dann auch noch in der Schlussphase ein Handspiel im Gäste-Strafraum.

Schwieriges Programm

So konnte Nolte seiner Mannschaft auch keinen Vorwurf machen, weil sie „diesen Gegner in der zweiten Halbzeit an die Wand gespielt hat“, so der SVG-Coach. Die nächsten Spiele beim bisher ungeschlagenen Heeslinger SC und eine Woche später gegen den Spitzenreiter TuS Bersenbrück lassen indes nichts Gutes erahnen. Sollten die Göttinger aber an ihre passable Leistung der zweiten Halbzeit gegen Wunstorf anknüpfen, könnte eine Überraschung drin sein. (mwa/wg-gsd)

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