0:2-Pleite in Hameln

Eintracht Northeim am Tiefpunkt: Letzter in der Oberliga!

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Da war die Eintracht-Welt noch in Ordnung: Mitte Juli imponierten die Northeimer beim Testspiel gegen Paderborn um Trainer Steffen Baumgart (li.). Zwei Monate später ist Eintracht u m Coach Simon Schneegans (Mitte) Letzter und muss in den kommenden Wochen auf den gesperrten Carim Blötz (re.) verzichten. 

Hameln – Für das Kellerduell in Hameln hatten sich die Fußballer von Eintracht Northeim viel vorgenommen.

Einen Befreiungsschlag, gleichzeitig die Wende zu einer erfolgreichen Saison, nach einem schlechten Saisonstart. Doch nach der deprimierenden 0:2 (0:1)-Niederlage bei Blau-Weiß Tündern ist Eintracht Northeim endgültig auf dem Tiefpunkt angekommen. Denn nach acht Spieltagen ist der Relegationsteilnehmer der vergangenen Serie nun wieder Tabellenletzter der Oberliga Niedersachsen.

Dass es im Duell zwischen dem Schlusslicht und dem Vorletzten nicht um filigrane Feinheiten gehen würde, war vor dem Anpfiff allen Beteiligten klar. Warum die Northeimer aber die Zweikämpfe nicht annahmen, den Kampf nicht aufnahmen und die Gastgeber munter gewähren ließen, blieb am Samstagnachmittag ein Mysterium. „Wir sind gar nicht erst in die Zweikämpfe gekommen und habe die erste Hälfte total verschlafen“, sagte ein enttäuschter Trainer Simon Schneegans über die ersten 45 Minuten.

Ganz anders der Aufsteiger aus Tündern. Die Blau-Weißen hatten Eintracht bereits drei Woche vor dem Saisonstart im Pokal gefordert. Damals gingen sie zwei Mal in Führung, verloren aber mit 2:4. Spielerisch limitiert mussten die Gastgeber am Samstag aber gar nicht an ihre Grenzen gehen, auch nicht kratzen und beißen, um die Punkte zu behalten. „Wir hatten keine klare Chance, Tündern dagegen spielte sich in einen Rausch, reihte Torchance an Torchance“, gestand Schneegans.

Den ersten Treffer kassierte Eintracht nach einem langen Abschlag, den Torjäger Robin Tegtmeyer eiskalt zum 1:0 abschloss. Vor dieser Variante hatte Schneegans übrigens schon vor dem Pokalmatch im Juli gewarnt. Das zweite Tor von Sören Vespermann fiel in der Nachspielzeit, als Eintracht alles nach vorne warf.

Zwischendurch gab es aus Eintracht-Sicht höchstens ein paar ordentliche Ansätze, aber keine Chancen. Und noch den unrühmlichen Höhepunkt, als Northeims Mittelfeldspieler Carim Blötz seinen Gegenspieler von hinten in Kniehöhe abräumte. „Da gibt es keine zwei Meinungen. Das passierte direkt vor den Augen des Schiedsrichters“, sagte Schneegans.  raw

Northeim: Meyer – Rüffer, Fiolka, Horst, Hille (68. Grunert) – Erbek, Blötz – Hehn, Bircan (60. Rudolph), Franke (80. Kratzert) – Zimmermann. Rote Karte:Blötz (72.). Tore:1:0 Tegtmeyer (22.), 2:0 Vespermann (90+3.).

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