Nach Niederlage gegen Tündern ist man zurück am Tabellenende

Eintracht Northeim ist völlig aus der Spur geraten

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Vorn harmlos und hinten nicht ganz dicht: Die Eintracht um Torhüter Christopher Meyer, Maurice Franke, Ilyas Bircan und Maurice Fiolka (von links) ist nach acht Spieltagen Tabellenletzter.

Northeim – Vor einem Jahr war die Eintracht-Welt noch in Ordnung. Damals eilten die Südniedersachsen in der Fußball-Oberliga von Sieg zu Sieg. Ein Jahr später sieht die Situation ganz anders aus: Eintracht dümpelt im Tabellenkeller und findet sich nach der 0:2-Niederlage im Kellerduell bei Blau-Weiß Tündern auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Was alle Freunde der Eintracht bei der Niederlage in Hameln erschreckte, war die Art und Weise, wie sich die Northeimer in ihr Schicksal ergaben. „Wir hatten uns viel vorgenommen“, sagt Trainer Simon Schneegans. Vorn früh draufgehen, stören und Bälle erobern. Weil der Gegner aber meist einen Spielaufbau mit langen Flugbällen wählte, verpuffte das Eintracht-Pressing. „Dann muss man die zweiten Bälle in der Defensive gewinnen, das hat aber überhaupt nicht funktioniert.“

Weil die Blau-Weißen fast alle wichtigen Zweikämpfe gewannen, rollte Angriffswelle auf Angriffswelle auf das Eintracht-Tor. „Die haben sich zeitweise in einen Rausch gespielt, wir hatten keine klare Möglichkeit“, sagt Schneegans. Vor einem Jahr hätte Eintracht mit dem Aufsteiger vermutlich kurzen Prozess gemacht. Am achten Spieltag der Vorsaison besiegte der damalige Tabellenzweite (16:6 Tore) den VfL Oythe mit 2:0, feierte dadurch den fünften Sieg, bei einem Remis und zwei Niederlagen. Ein Jahr später sind die Südniedersachsen mit vier mickrigen Punkten Letzter, haben schon sechs Pleiten kassiert und sind völlig aus der Spur.

Ein Grund für den Sinkflug dürften die anhaltenden Personalsorgen sein. In Hameln kehrten mit Abwehrchef Christian Horst und Stürmer Melvin Zimmermann aber zwei Leistungsträger zurück, beide feierten ihre Saisonpremiere in der Startelf. Zudem erlebte Neuzugang Julian Kratzert nach seiner Einwechslung in der Schlussphase seine ersten Minuten in der Oberliga.

„Auch wenn jetzt wichtige Leistungsträger zurückkehren, wird von ganz alleine und automatisch nicht alles klappen“, mahnt Schneegans. Klar ist aber auch, dass die Mannschaft jetzt liefern muss. Das erste Saisondrittel ist bald um, das Team aber meilenweit entfernt von den eigenen Zielen. „Es gibt jetzt keine Ausreden mehr. Nicht für die Spieler, aber auch nicht für uns Trainer“, stellt Schneegans klar.

„Das war eine der schlechtesten Leistungen der Vereinsgeschichte“, sagt Sprecher Moritz Braukmüller. So eine Leistung dürfe sich nicht wiederholen, warnt er. Sonst spielt Eintracht in der nächsten Serie nur noch in der Landesliga.

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