Nach einer halben Stunde war das Duell gelaufen

0:4! Eintracht Northeim kassiert Klatsche in Wolfenbüttel

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Völlig neben sich stand die Northeimer Eintracht am Samstag in der ersten halben Stunden, in der es vier Gegentreffer setzte. Hier Maurice Fiolka (links) im Heimspiel gegen Arminia Hannover.

Schlimmer hätte es für den FC Eintracht Northeim kaum kommen können: Der amtierende Oberliga-Vizemeister kassierte am Samstag beim MTV Wolfenbüttel eine bittere 0:4 (0:4)-Pleite.

Nur ein Mal, beim 0:5 beim SSV Jeddeloh II am 6. September 2014, gingen die Northeimer in bisher 153 Oberligaspielen seit dem Aufstieg mit einer noch schlimmeren Klatsche vom Platz. Und dass die aktuelle Pleite nicht noch höher ausfiel, war allein Torhüter Tim Tautermann zu verdanken, der sich gewiss ein anderes Oberligadebüt gewünscht hätte. Er vertrat den im Urlaub befindlichen Christopher Meyer. Zudem standen Horst, Zimmermann, Blötz und Kratzert verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Nicht nur die Northeimer müssen sich wie im falschen Film vorgekommen sein. Auch die Gastgeber dürften sich beim Stande von 4:0 nach noch nicht einmal einer halben Stunde verwundert die Augen gerieben haben. Die Entscheidung über den Sieger war zu diesem Zeitpunkt längst gefallen. Schließlich war nicht zu übersehen, welche Mannschaft das Geschehen nach Belieben bestimmte.

Es waren gerade 180 Sekunden gespielt, als Tautermann das erste Mal hinter sich greifen musste. Wer allerdings eine Trotzreaktion der Mannen von Trainer Simon Schneegans erwartet hatte, sah sich bitter enttäuscht. Viel mehr wurden Erinnerungen an die Partien gegen Hildesheim und Arminia Hannover wach, als die Northeimer Hintermannschaft in den ersten Minuten von einer Verlegenheit in die nächste gestürzt wurde. Das nutzten die Gastgeber konsequent mit drei weiteren Treffern aus.

Wenigstens gelang in den zweiten 45 Minuten Schadensbegrenzung. „Ich bin geschockt. Nach dem guten Spiel in Uphusen hätte ich so etwas nicht erwartet. Wolfenbüttel hatte gefühlt 85 Prozent Ballbesitz. Wir sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Da hat den jungen Spielern die Erfahrung gefehlt. Das soll aber keine Entschuldigung sein“, sagte Teammanager Hartmut Denecke.

Eintracht: Tautermann - Hille, Mackes, Fiolka (72. Fricke), Rüffer - Hehn, Erbek, Rudolph, Grunert (80. Grupe) - Bircan, Franke (59. Mähner)

Tore: 1:0 Plünnecke (3.), 2:0/3:0 Klöppelt (19./23.), 4:0 Heike (26.).  osx

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