Dritte Niederlage im dritten Heimspiel

Eintracht Northeim kommt nicht aus dem Tabellenkeller heraus

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Im Sturzflug: Northeims Richard Hehn (rechts) wird von Heeslingens Dennis Janssen abgeräumt. Eintracht steckt nach nur vier Punkten aus sieben Partien als Vorletzter tief im Tabellenkeller. 

Northeim – Als Northeims Stadionsprecher Moritz Braukmüller am Sonntag g vor dem Anpfiff des Oberligaspiels die Aufstellungen verlesen hatte, stellte die Technik ihre Arbeit ein. Wann immer der Stadionsprecher fortan eine Durchsage machen wollte, hallte aus den Boxen nur ein schrilles Klirren.

Da passte es ins Bild, dass auch bei den Oberliga-Fußballern von Eintracht Northeim nicht viel zusammen lief. Keine Frage: Die 1:2 (0:1)-Niederlage gegen Heeslingen war weder etwas für die Ohren, noch für die Augen.

In der gesamten ersten Hälfte wurde Eintracht kein einziges Mal gefährlich. Heeslingens Torhüter musste erst bei einem Freistoß des eingewechselten Thorben Rudolph sein Können zeigen – und da waren schon 54 Minuten gespielt. Bei seiner zweiten Aktion konnte Heeslingens Torhüter noch gegen den eingewechselten Melvin Zimmermann klären, musste dann aber zusehen, wie Ilyas Bircan zum 1:2 abstaubte.

„Gefühlt kam das Tor aus dem Nichts“, befand Heeslingens Trainer Hendrik Lemke zum Anschlusstor in der 84. Minute. Bis zu diesem Treffer spielte eigentlich nur Lemkes Mannschaft, die einen engagierten und dynamischen Eindruck hinterließ.

Ganz anders die Eintracht. In den vergangenen beiden Jahren spielten die Northeimer fast alle Gegner im eigenen Stadion in Grund und Boden. In der Saison 2019/20 läuft dagegen nichts. Drei Spiele, drei Niederlagen mit 4:7-Toren sprechen eine deutliche Sprache. „Eigentlich brauchen wir keine Tonanlage. Die wenigen Zuschauer können mich auch so verstehen“, befand Stadionsprecher Braukmüller zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel funktionierte die Technik dann wieder – und auch Eintracht wurde besser, wenn auch nur etwas. „In jedem Spiel haben wir Momente, in denen wir unglücklich agieren und die sofort bestraft werden“, befand Northeims Co-Trainer Oliver Hille. Vor dem 0:1 durch Kevin Rehling (35.) schlief die gesamte Defensive. Vor dem 0:2 leistete sich Carim Blötz einen Fehlpass.

Mit den Einwechslungen von Rudolph und Zimmermann ging ein Ruck durch das Eintracht-Team. „Das sind Spieler, die den Jüngeren helfen können“, hofft Maurice Fiolka. Der Eintracht-Neuzugang war noch einer der besseren Akteure.

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