Fußball-Oberliga: Northeim siegt zum Auftakt, klare Auswärtspleite für SVG Göttingen

Eintracht startet eiskalt

Alles unter Kontrolle: Northeims Thorben Rudolph (Vierter v. li.) klärt diese Situation vor dem eigenen Tor souverän per Kopf. Eintracht gewann am Samstag mit 3:2 gegen Lupo Martini Wolfsburg – das allerdings etwas glücklich. Foto: zij

Northeim/ Göttingen. Übermäßig optimistisch waren viele der Zuschauer am Samstagabend nicht ins Gustav-Wegner-Stadion gegangen. Zu durchwachsen waren die Testspielergebnisse von Fußball-Oberligist Eintracht Northeim zuletzt gewesen. Ganz zu schweigen vom Pokal-Aus gegen die SVG Göttingen. Umso größer war zwei Stunden später die Freude, als die Jungs von Malte Fröhlich die erste Partie der Saison gegen das hoch gehandelte Team von Lupo Martini Wolfsburg mit 3:2 (0:1) gewonnen hatten.

„Großes Kompliment an die Mannschaft. Lupo war in der ersten Halbzeit klar stärker und hat verdient geführt. Nach der Pause haben wir das dann viel besser gemacht“, sagte der Northeimer Coach sichtlich zufrieden.

Das sah bei seinem Gegenüber, Ex-Profi Detlev Dammeier (über 500 Erst- und Zweitligaspiele), ganz anders aus. „Wir haben ein richtig gutes Spiel gemacht. Auch wenn sich so etwas ziemlich bescheuert anhört, wenn man 2:3 verloren hat. Aber wir haben nach der Roten Karte gegen Harry Pufal rund 85 Minuten in Unterzahl gespielt. Und ich finde, wir haben das ziemlich überragend gemacht.“

Vorwurf an Pufal

Einen Vorwurf wollte er dann auch nur seinem Innenverteidiger machen, der Northeims Paul Mähner einen Ellbogencheck verpasst hatte. „Das ist die schlimmste Sache gewesen. Wir haben uns danach etliche Top-Chancen erspielt, aus denen wir leider zu wenig gemacht haben. Sonst kann ich dem Team absolut nichts vorwerfen. Die wenigen Fehler, die wir in Durchgang zwei gemacht haben, hat Northeim eiskalt ausgenutzt.“

Tristesse bei der SVG

„So geht’s in der Oberliga nicht“, haderte SVG-Team-Manager Thorsten Tunkel nach dem 2:4 (1:2) beim SSV Vorsfelde. Einen Elfmeter verschossen, ein Eigentor erzielt und bei den Gegentoren ganz alt ausgesehen – das war kein Auftakt nach Maß. Und das bei einem Aufsteiger!

„Wunstorf ist fünf Klassen besser“, übertrieb Tunkel im Hinblick auf das erste Heimspiel am Sonntag. Den Wunstorfer Heimauftakt gegen Spelle-Venhaus (1:1) beobachtete der SVGer am vergangenen Samstag, während Trainer Nolte beim Northeimer Spiel gegen Wolfsburg spionierte.

Tunkel: „In den Tagen vor dem Punktspielstart haben bei uns alle fast nur noch vom Pokalspiel gegen Osnabrück gesprochen und wohl den Ligastart vergessen. Vielleicht war das jetzt eine Warnung. Gegen Wunstorf müssen wir jetzt eine ganz andere Einstellung zeigen.“ Nur dann könne man auch gegen den FC etwas ausrichten. (mwa/haz-gsd)

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