Eintracht verschenkt Sieg: Nur 4:4 in Wunstorf

Tore sind garantiert: Northeims Thorben Rudolph (re.) beim 6:3-Heimsieg über den 1. FC Wunstorf in der vergangenen Saison. Am Sonntag trennten sich beide Teams in Wunstorf 4:4. Archivfoto: zij

Wunstorf. Eintracht Northeim und Auswärtsspiele in der Fußball-Oberliga: Das dürfte in dieser Saison keine Liebesgeschichte mehr werden. Beim 1. FC Wunstorf sahen die Northeimer nach einer Stunde wie der sichere Sieger aus, führten beim Tabellenvierten bereits mit drei Treffern, mussten sich am Ende aber beim 4:4 (1:2) mit nur einem Punkt zufrieden geben.

Hohe zwischenzeitliche Führungen noch zu verschenken – darin sind die Northeimer echte Spezialisten. Am zweiten Spieltag dieser Saison hatte es die Northeimer noch schlimmer erwischt. Beim SC Spelle-Venhaus vergeigte die Eintracht ebenfalls eine Drei-Tore-Führung und ging nach einem 4:1 beim 4:5 in Spelle sogar komplett leer aus.

Erstes Remis für Eintracht

Für die Northeimer war es am 15. Spieltag das erste Unentschieden. Ein Remis, bei dem Eintracht-Trainer Wolfgang Schmidt nicht so richtig wusste, ob er sich freuen oder ärgern sollte. „Vor dem Spiel hätte ich gesagt, ein Punkt beim Tabellenvierten ist in Ordnung. Nach dem Spielverlauf und der Torfolge können wir mit diesem Remis aber nicht zufrieden sein“, meinte Schmidt, der mit der Leistung seines Teams über weite Strecken der Partie einverstanden war. „Wir hatten den Gegner 60 Minuten im Griff und waren die bessere Mannschaft.“

Eintracht lag zur Pause verdient mit 2:1 vorne. Stark, wie Melvin Zimmermann seine zehn Spiele umfassende Torflaute beendete und seine Saisontreffer fünf und sechs erzielte. Kurios dagegen, dass Wunstorfs Keeper Tobias Schiller mit einem weiten Abschlag das zwischenzeitliche 1:1 erzielte.

Nach dem Seitenwechsel sorgten Marc-Jannick Grunert und Patrick Sieghan mit einem Doppelschlag für die 4:1-Führung. Und die hätte Zimmermann sogar noch ausbauen können. Doch erst legte der Stürmer uneigennützig auf Mehdi Mohebieh ab, anschließend scheiterte er mit seinem Solo an Wunstorfs Torhüter Schiller.

Wie aus dem Nichts kamen die Gastgeber anschließend zum 2:4 – und machten danach Druck. „Wir haben nicht mehr konsequent gepresst. Man konnte zusehen, wie wir immer nervöser wurden“, bemängelte Schmidt. „Schade, dass wir schon wieder zwei Punkte so leichtfertig verschenkt haben.“

Eintracht: Strüber - Baar, Dengler, Horst, Ziegler - Mohebieh (80. N‘Diaye), Rudolph (68. Salfeld), Braun, Grunert - P. Sieghan, Zimmermann.

Tore: 0:1 Zimmermann (15.), 1:1 Schiller (24.), 1:2 Zimmermann (41.), 1:3 Grunert (48.), 1:4 Sieghan (50.), 2:4 Scheffler (62.), 3:4 Schirrmacher (67.), 4:4 Kaya (78.). (raw)

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